Endlich mehr Platz

Für die Übergangszeit wurde in der Schule Grumbrechtstraße ein Mensa-Container aufgestellt. Foto: sl

Die Schule Grumbrechtstraße platzt aus allen Nähten – im Frühjahr soll ein Neubau Abhilfe schaffen

SABINE LANGNER, HARBURG
Jetzt geht‘s los. Zumindest theoretisch. Seit Jahren wartet die Grundschule Grumbrechtstraße auf einen Neubau. Benötigt werden Klassenräume, Fachräume und eine Mensa. Und eigentlich hätte auch schon im Juni der erste Bagger auf dem Schulhof stehen sollen. Das hatte zumindest Schulsenator Ties Rabe verspochen. Bagger sind noch nicht da, aber der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen. „Der Entwurf steht“, sagt Schulleiter Rainer Kühlke. Er rechnet damit, dass im kommenden Frühjahr die Bauarbeiten losgehen und, wenn alles nach Plan läuft, zwei Jahre später die Kinder einziehen können.

Die vom Lehrerkollegium vorgeschlagene Lösung, einfach auf die bestehenden Gebäude ein zweites Geschoss zu setzen und diese durch Gänge miteinander zu verbinden, war unmöglich, weil der Komplex unter Denkmalschutz steht. Der jetzige Plan sieht vor, den Sportplatz direkt an der Grumbrechtstraße zu bebauen. „Eine neue Sporthalle mit eineinhalb Feldern wird ein Stück weit in die Erde gebaut. Darauf kommen zwei Geschosse mit acht Klassenräumen und einer Mensa“, erläutert Rainer Kühlke. Der jetzige Sportplatz würde auf diese Weise nicht ganz verschwinden sondern nur kleiner werden. 4,3 Millionen Euro soll der Bau kosten. Als Übergangslösung wurde in den Sommerferien erst mal ein Mensa-Container auf dem Schulgelände aufgebaut. Schließlich ist die Schule seit August eine Ganztagsschule, und täglich müssen hier rund 360 Kinder mit einem Mittagessen versorgt werden.

Schon vor zwei Jahren war absehbar, dass die Schule bald aus allen Nähten platzen wird. Damals genehmigte die Schulbehörde einen zehnjährigen Schulversuch, bei dem die Kinder von der Vorschule bis zur sechsten Klasse zusammen bleiben. Weil schon damals nicht genug Platz vorhanden war, müssen die Schüler mit Klassenräumen in einem Container leben. „Wir haben keinen einzigen Raum frei“, bedauert Rainer Kühlke. „Momentan reden wir mit dem benachbarten Jugendclub, damit unsere großen Kinder die Räume mit nutzen können.“

Für den Neubau würde Rainer Kühlke die Schulbehörde gern davon überzeugen, dass eine eigene Küche ideal wäre. „Wir bekommen das Essen von Food for Kids aus Wilhelmsburg“, sagt er. „Das Essen wird vorgekocht und wir wärmen es hier auf. Das ist hervorragend. Aber noch toller wäre es, wenn Food for Kids direkt hier vor Ort alles frisch kochen könnten. Aber das ist Wunschdenken. Erst mal sind wir glücklich, dass wir mehr Platz bekommen.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.