Endlich! Jetzt kommen die roten Flitzer

StadtRAD in Harburg? EBV-Vorstand Joachim Bode will’s möglich machen. Foto: pr
 
Auch CarSharing soll es in Wilstorf geben. Der EBV plant eine Zusammenarbeit mit dem Anbieter „flinkster“. Foto: DB/flinkster

An der Anzengruberstraße/Ecke Reeseberg wird eine StadtRAD-Station eröffnen -
die Kosten trägt der Eisenbahnbauverein Harburg

Harburg bekommt eine StadtRAD-Station: in Wilstorf, Anzengruberstraße
Ecke Reeseberg. Die Kosten in Höhe von 30.000 bis 40.000 Euro übernimmt der Eisenbahnbauverein Harburg (EBV). „Wir preschen vor“, bestätigt EBV-Vorstand Joachim Bode.
Im Bereich Zimmermann-
straße und Friedrich-List-Straße musste der EBV seine ursprünglichen Baupläne nach massiven Anwohnerprotesten überarbeiten. Jetzt ist hier „Autofreies Wohnen“ vorgesehen. Zwei Wohnhäuser mit insgesamt 21 Wohnungen sollen bis Mitte 2015 bezugsfertig sein. Joachim Bode: „Bis dahin wollen wir auch die StadtRAD-Station haben, aber vielleicht geht’s sogar früher.“
Bislang ist Harburg nicht an das StadtRAD-Netz angeschlossen. Der Bezirk sei zu weitläufig, zu hügelig, einfach ungeeignet hieß es stets. Ist eine StadtRAD-Station in Wilstorf überhaupt möglich? „Ja“, sagt Helma Krstanoski, Sprecherin der zuständigen Wirtschaftsbehörde.
Jetzt wird in der Anzengruberstraße eine StadtRAD-Station mit 10 bis 15 Stellplätzen entstehen. Der EBV trägt alle Kosten für die Einrichtung und den Unterhalt. Zur Zeit stehen am vorgesehenen Platz noch 14 kleine Garagen. „Die werden renoviert, einige fallen auch weg“, erklärt EBV-Vorstand Bode.
Doch nur mit einer Fahrradleihstation will sich der Eisenbahnbauverein nicht zufrieden- geben. CarSharing soll in Wilstorf demnächst ebenfalls möglich sein. Angestrebt wird eine Zusammenarbeit mit dem Anbieter flinkster, der wie StadtRAD von der Bahn betrieben wird. Zwei Fahrzeuge sollen an der Anzengruberstraße stehen. Auch hier gilt: Die Kosten übernimmt der EBV. Joachim Bode: „Für CarSharing benötigen wir vermutlich öffentliche Flächen. Aber ich hoffe auf einen Deal mit der Stadt.“
Generell gilt: Wer in Wilstorf einen zwei- oder vierrädrigen Flitzer ausleihen möchte, muss kein EBV-Mieter sein. „Das Angebot ist für alle offen“, so Joachim Bode. Der EBV-Vorstand hofft jetzt auf Nachahmer. Mit Hilfe von Sponsoren könnten dann weitere StadtRAD-Stationen eingerichtet werden - etwa am Rathausplatz.
Behörden-Sprecherin Krstanoski ist skeptisch: „Sponsoren wollen in der Regel eine Gegenleistung, etwa Werbung an den Stationen. Hier werden die Werberechtsverträge sowie die Sponsoring-Richtlinien der FHH berührt. Deshalb ist Sponsoring nicht so einfach, wie es nach außen hin erscheinen mag.“


Über StadtRAD
Das Fahrrad-Leihsystem StadtRAD Hamburg wird fleißig genutzt. In Hamburg stehen an über 120 Leihstationen rund 1.650 der roten Flitzer zur Verfügung. Ausleihe und Rü̈ckgabe sind einfach. Für die Nutzung ist eine einmalige Anmeldung erforderlich. Dies ist an der Station selbst, im Internet oder mittels der StadtRAD-App auf dem Handy mö̈glich.
Ab der 31. Minute fällt eine Leihgebü̈hr von acht Cent je Minute an. HVV-Jahreskarteninhaber (Abonnenten, Proficard, Semesterticket) und BahnCard-Kunden zahlen sechs Cent je Minute. Höchstpreis pro Tag: zwölf Euro.
Die beliebtesten Stationen sind der Allende-Platz am Uni-Campus, Schulterblatt, Jungfernstieg und Landungsbrücken. In Harburg gibt es bislang keine StadtRAD-Station - obwohl sich die Kommunalpolitik dafür eingesetzt hatte. StadtRAD ist ein Angebot der Deutschen Bundesbahn.
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1 Kommentar
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Torben Meier aus Harburg | 01.03.2014 | 12:55  
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