Einweihung mit Unfall

Weil sich der Haltegriff beim nagelneuen Spielschaf löste, stürzte Simon auf das Pflaster. Foto: pr

Lüneburger Tor für 85.000 Euro zum schicken Stadtplatz umgebaut -
Neues Spielgerät defekt: Kind verletzt sich

Am Lüneburger Tor gibt es jetzt einen attraktiven Stadtplatz. Doch bereits einen Tag vor der feierlichen Eröffnung gab es einen kleinen Unfall. Als der dreijährige Simon auf einem der neu aufgestellten Wipp-Schafe spielte, löste sich der Griff. Der kleine Junge stürzte und stieß sich heftig den Kopf. „So etwas darf doch nicht passieren“, klagte Simons Mutter Maya Dolisch aufgebracht. Für Peter Kowalsky (BID Lüneburger Straße/konsalt) ist die Ursache des Unfalls rätselhaft: „Nach unseren Informationen sind das alles zertifizierte Spielgeräte, alle TüV-geprüft und es hat auch entsprechende Abnahmen seitens des TÜV für den Einbau gegeben.“
Warum wurde am Lüneburger Tor eigentlich umgebaut? Der eher triste Bereich wurde so aufgehübscht, dass dort jetzt auch Veranstaltungen stattfinden können. Die Umbaukosten betrugen rund 85.000 Euro. Davon zahlten der Bezirk und die im BID Lüneburger Straße zusammengeschlossenen Grundeigentümer jeweils 40.000 Euro. Für Planung und Umsetzung waren das Bezirksamt sowie das BID verantwortlich.
Was genau wurde gemacht? Der Umbau umfasste eine neue Anordnung und Erneuerung der Spielgeräte vor der Hamburger Volksbank, Pflasterarbeiten zur Wiederherstellung der ursprünglichen Gestaltung sowie die Errichtung eines Stromanschlusses. Die Straßenleuchte wurde an den Rand des Platzes versetzt.
Drei Holzschafe zum Wippen, ein kleines Schafskarussell sowie Geräte zum Klettern und Spielen haben das Lüneburger Tor in eine „städtische Schafwiese“ verwandelt. Zusammen mit den Bänken und Drehstühlen „wurde ein Ort zum Verweilen und Spielen inmitten der Harburger Fußgängerzone geschaffen“, heißt es in einer Mitteilung des BID Lüneburger Straße.

BID
Bei einem „Business Improvement District“ (BID) wird jeder Grundeigentümer eines bestimmten Gebietes drei Jahre lang zur Kasse gebeten. Mit dem so eingenommenen Geld sollen Maßnahmen zur Verbesserung des Umfeldes - hier: der Lüneburger Straße - finanziert werden. Die Kosten pro Grundeigentümer sind abhängig vom Wert der Immobilie. Zum BID Lüneburger Straße II gehören 110 Grundeigentümer. Organisiert wird das BID von der konsalt GmbH.
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