Eine Familie im „Karate-Fieber“

Carolyn (von vorne), Tilda, Nicholas und Hildegard Hoops treffen sich regelmäßig zum Karate-Training beim HSC. Foto:ast
Eine Familie im „Karate-Fieber“
Drei Generationen trainieren gemeinsam beim Harburger Sport Club
ANDREA STEIN, HARBURG
Angefangen hat Alles mit einem Schnupperkurs an der Schule Alte Forst vor anderthalb Jahren. Das Karate-Training bei Klaus Funk gefiel Nicholas (9) so gut, dass er sich gleich beim regulären Training des Harburger Sport-Clubs (HSC) anmeldete. Seine Schwester Tilda zögerte nicht lange: „Ich habe meinem Bruder zugeschaut, dann wollte ich das auch ausprobieren“, sagt die Siebenjährige.
Ein halbes Jahr später hielt es auch Mutter Carolyn Hoops nicht mehr auf der Zuschauerbank. „Ich dachte immer, Karate sei nur Schreien und Bretter durchtreten.“ Aber dass Karate eine vielseitige Sportart ist, überzeugte schließlich auch Hildegard Hoops. Die Mutter von Carolyn und Oma von Nicholas und Tilda hatte einen Selbstverteidigungskurs bei Trainer Klaus Funk belegt - und ist gleich anschließend zum Karate-Training gekommen.
Mittlerweile treffen sich die drei Generationen der Familie Hoops regelmäßig beim Karate-Training in den Schulen Kapellenweg, Scheeßeler Kehre oder Elfenwiese. „Ganz schön anstrengend ist vor allem das Aufwärmtraining“, erklärt Carolyn Hoops. „Aber“, so die 45-Jährige, „der ganze Körper ist in Bewegung und man muss sich gut konzentrieren.“ Die sportliche Familie hat es bereits zum gelben und orangefarbenen Gürtel gebracht, und weitere Wettkämpfe sind bereits in Planung.
Für Trainer Klaus Funk (63) sind die Erfolge seiner Karatekas immer auch eine Bestätigung seiner Arbeit. Der Elektromeister und Träger des schwarzen Gürtels kommt dreimal die Woche aus Buxtehude, um den rund 110 aktiven Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die hohe Kunst des Karate beizubringen. „Karate schult vor allem die Motorik“, weiß er. „Aber auch Ausdauer und Disziplin sind wichtige Ziele.“ In den Kursen kommen Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Nationalitäten zusammen. „Und es funktioniert gut“, freut er sich. Positives Feedback bekommt er auch von der Schule Scheeßeler Kehre. Hier hat man ihm gerade bescheinigt, dass die Schülerinnen und Schüler, die einen Karate-Kurs belegt haben, auch bessere schulische Leistungen bringen. Klaus Funk wundert das nicht: „In den südlichen Bundesländern gehört Karate schon längst zum Schulsport.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.