Ein Hospiz für Harburg

Einen solchen Engel bekommen die Angehörigen vom Hospizverein, wenn ein Mensch gestorben ist. Foto: sl
Niemand hat es verdient, zum Sterben in eine Abstellkammer abgeschoben zu werden. Diese Gewissheit hatte die Ärztin Dr. Heike Buck schon zu Beginn ihres Studiums. Kaum verwunderlich also, dass die heute 68-Jährige und ihr Mann Hartwig Buck zu den Gründungsmitgliedern der Hospizbewegung im Hamburger Süden gehörten.
In diesen Tagen feiert der Hospizverein Hamburger Süden sein zehnjähriges Bestehen und es gibt viele gute Nachrichten. Mit dem Deutschen Roten Kreuz ist endlich ein Träger für das geplante stationäre Hospiz gefunden. Sicher ist auch, dass mitten in Harburg ein Zwölf-Zimmer-Haus entstehen soll. Es laufen konkrete Verhandlungen über ein Grundstück. Nach vielen Fehlschlägenmag Hartwig Buck momentan aber noch nichts Genaues verraten. „Wenn alles klappt, haben wir Anfang 2012 eine Zusage. Aber bis es soweit ist, wollen wir noch nicht die Pferde scheu machen“, sagt er entschuldigend.
Die Betreuung Sterbender in ihren Wohnungen oder in Altenheimen ist seit zehn Jahren Hauptaufgabe des Vereins. 22 ehrenamtliche Mitarbeiter gehen nach einer einjährigen Ausbildung als Sterbebegleiter zu den todkranken Menschen. Sie halten Hände und hören Lebensgeschichten. Wenn ein Sterbender noch einmal ins Alte Land oder ans Meer möchte, organisieren sie ein Auto. Wenn jemand noch mal einen Cognac und eine Zigarette genießen will, dann ermöglichen sie auch das. „Wir brauchen dringend noch mehr Ehrenamtliche“, appelliert Heike Buck an ihre Mitbürger. „Der Bedarf ist riesig. Im Februar startet ein neuer einjähriger Kurs. Es ist eine wunderbare Aufgabe, Menschen in dieser schweren Zeit zu begleiten. Natürlich ist das oft emotional für den Sterbebegleiter anstrengend. Aber man bekommt auch viel zurück.“
Außerden berät der Verein Angehörigen und betreibt ein Trauercafé, das an jedem dritten Sonntag im Gemeindehaus der Lutherkirche in der Zeit von 14 bis 16 Uhr stattfindet.
Mehr Informationen gibt es unter der Telefon 76 75 50 43, im Beratungsbüro in der Villa Meyer im Krankenhaus Mariahilf oder im Internet unter www.hospizverein-hamburgersueden.de.
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