Ein Blick in die Vergangenheit

Ein Spielgerüst auf dem Gelände der 1944 zerstörten Dreifaltigkeitskirche. Ab 1962 entstand hier ein neuer Kirchenraum. Von der ursprünglichen Kirche steht heute nur noch die Westwand als Mahnmal. Foto: peper

Am Sonntag, 4. Oktober, öffnen Geschichtswerkstätten
im Hamburger Süden ihre Archive

Am Sonntag, 4. Oktober, wird der Blick in die Vergangenheit leicht gemacht. Dann öffnen alle Hamburger Geschichtswerkstätten ihre Archive.
Bei der Geschichtswerkstatt Harburg, Kanalplatz 6, können Besucher zwischen 14 und 19 Uhr vorbeischauen. Mitglieder stellen den Verein vor und erzählen von geplanten Projekten. Dazu gibt es einen Vortrag mit Bildern zum Thema „Harburg: Zerstörung – Wiederaufbau -- Abriss – Neugestaltung“, also eine Wanderung durch die letzten 70 Jahre. Referent: Klaus Barnick. Vortragsbeginn: um 14.30 und 16 Uhr.
Die Mitarbeiter der Finkenwerder Geschcihtswerkstatt laden von 14 bis 16.30 Uhr zu sechs Veranstaltungen ein. Gestartet wird um 14 Uhr mit einer Führung über den Alten Friedhof. Die Führung wurd nochmals um 15.30 Uhr angeboten. Wie die Alte Kapelle früher aussah und was es bei der Restaurierung alles zu beachten galt, erfahren Teilnehmer in dem Film „Vom Schandfleck zum Kleinod“. Vorführungen: 14.30 und 16 Uhr. Über ihre Arbeit in der Geschichtswerkstatt berichten Mitglieder in etwa eine halbe Stunde lang ab 15 Uhr. Ihre Wünsche, mit welchen Themen sich die Geschichtswerkstatt zukünftig beschäftigen sollte, sollen Finkenwerder ab 16.30 Uhr in einer Diskussionsrunde äußern. Treffpunkt für alle Veranstaltungen: Alte Kapelle, Ecke Landscheide/ Norderkirchenweg.
Tipp für Geschichtsinteressierte in Wilhelmsburg: In der Emmauskirche, Rotenhäuser Damm, läuft noch bis zum 2. Oktober eine Ausstellung der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen. Thema: „Irgendwie guckt man anders“. Es geht um die Frage, ob die Gentrifizierung die zwangsläufige Begleiterscheinung der Aufwertung ist.
Die Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg hat mehr als ein Jahr lang Menschen zu den Veränderungen in ihrem Stadtteil befragt.

Was macht eine
Geschichtswerkstatt?

Geschichtswerkstätten kümmern sich um die regionale Geschichte. Getreu dem Ansatz „Geschichte von unten“ arbeiten sie Industrialisierungs-, Arbeiter-, Sozial-, Alltags-, Kultur- und Frauengeschichte auf. Sie sammeln Fotos, Dokumente, Karten und Stadtpläne schwerpunktmäßig aus den letzten einhundert Jahren.
Die Archive sind öffentlich zugänglich. In Hamburg gibt es 20 Stadtteilarchive und Geschichtswerkstätten. Mit Ausstellungen, Büchern, Filmen und Rundgängen wird die Öffentlichkeit informiert.

Geschichtswerkstatt Harburg: Kanalplatz 6, Tel 73 05 82 05

Finkenwerder Geschichtswerkstatt: Carsten-Fock-Weg 12
Tel 742 79 92 (Kaufner)

Süderelbe-Archiv: Neugrabener Bahnhofstraße 7,
Tel 701 76 22 (Pfeifer)

Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen
in der Honigfabrik , Industriestraße 125-131
Tel 42 10 39 15 (Markert)
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