Drei neue Supernasen

Der neu geprüfte Rettungshund "Abby" (Labrador) hat die vermisste Person gefunden und bellt jetzt so lange, bis die Hündeführerin kommt und sich um das Opfer kümmert. Foto:ast

BRH-Rettungshundestaffel Harburg kann jetzt 18 geprüfte Hunde einsetzen

Die Prüflinge der Rettungshundestaffel Hamburg und Harburg nutzten Puder und Seifenblasen, um die Windrichtung zu bestimmen. Mal kam ein laues Lüftchen aus der einen, mal aus der anderen Richtung. Das sommerlich warme und ruhige Wetter im Wald bei Neu Wulmstorf machte es den Hunden nicht leicht. Doch ein gut ausgebildeter Rettungshund arbeitet auch bei wenig Wind und findet zuverlässig die vermisste Person.
Ob der Ausbildungsstand der Hunde ausreicht und sie im Ernstfall in den Einsatz geschickt werden können, muss jedes Jahr erneut getestet werden. Bei der Frühjahrsprüfung der Rettungshundestaffel bewältigten gleich 13 Hunde die Prüfung mit Erfolg. Drei von ihnen, Abby (Labrador), Peppa (Border Collie) und Colan (Golden Retriever), gingen zum ersten Mal in eine Prüfung.
Erstmals wurde nach der neuen Prüfungsordnung gerichtet: In einem 25.000 Quadratmeter großen Gelände müssen in 25 Minuten nicht mehr zwei, sondern - und das ist neu - ein bis drei Personen gefunden werden. Der Hundeführer kennt die genaue Anzahl nicht, damit soll möglichst realistisch der Ernstfall nachgestellt werden.
Für die vierjährige Labradorhündin Abby war das kein Problem: sie fand die zwei für sie versteckten Opfer in wenigen Minuten. „Abby hat toll gearbeitet“, sagt Hundeführerin Mareike Hartgen. „Ich konnte anschließend mit Sicherheit sagen, dass sich keine weiteren Personen im Suchgebiet aufhalten.“
Abby darf also zukünftig ihre Supernase auch im Ernstfall einsetzen, wenn die Staffel, die dem Bundesverband Rettungshunde (BRH) angehört, alarmiert wird: In den Landkreisen Harburg, Lüneburg, Stade und in ganz Hamburg sind die Rettungshunde jederzeit bereit, nach vermissten Personen zu suchen. Dafür verfügt die Staffel nun über insgesamt 18 geprüfte Flächensuchhunde, die meist in weitläufigen Gebieten zum Einsatz kommen. Vier von ihnen sind zusätzlich auch für die Arbeit in Trümmern ausgebildet. Bis nach Mecklenburg-Vorpommern sind Staffel-Teams zuletzt gefahren, um dort - nach der Explosion eines Einfamilienhauses - nach Verschütteten zu suchen und sie auch zu finden!
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