Doch keine Erweiterung der Wohnunterkunft Wetternstraße

Iwona Mazurkiewicz ist eine der Sprecherinnen der Anwohner-Initiative Wetternstraße. Foto: mag (Foto: Foto: mag)

SPD schlägt drei neue Standorte vor: Lewenwerder, Försterkamp und das ZEWU

Von Marion Göhring.
Überraschende Wende: Die geplante Erweiterung der Unterkunft an der Wetternstraße ist offenbar vom Tisch. Die Harburger SPD hat stattdessen drei neue Standorte ins Gespräch gebracht, von denen zumindest einer ebenfalls für heftige Diskussionen sorgen wird. Es gibt nämlich Überlegungen, in Lewenwerder nördlich des Großmoordamms an der Stadtautobahn eine neue Unterkunft zu bauen.
Dort hat man Erfahrungen mit derartigen Unterkünften. Bis 2005 standen dort Holzhäuser mit 240 Plätzen für Flüchtlinge. „Das ist viel zu dicht dran an der Unterkunft in unserer Nachbarschaft“, sagt Iwona Mazurkiewicz, eine der Sprecherinnen der Anwohnerinitiative Wetternstraße. Sie erinnert sich noch, dass es damals einen „regen Austausch“ zwischen den Unterkünften an der Wetternstraße und der in Lewenwerder gegeben habe: „Nachts gab es regelrechte Wanderungen. Da wurden dann immer merkwürdige Geschäfte gemacht.“
Über die Nachricht, die Unterkunft Wetternstraße werde nicht erweitert, könnte sich die Anwohnerinitiative eigentlich freuen, doch Iwona Mazurkiewicz sagt: „Wir sind noch lange nicht am Ziel.“ Eine der zentralen Forderungen der Anwohner sei von Anfang an gewesen, Zuwanderer und Obdachlose auch ordentlich unterzubringen. Man dürfe sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen, müsse sie vielmehr als jetzt betreuen. Mazurkiewicz: „Diese Menschen haben Probleme, die sie allein kaum lösen können. Da müssten Sozialarbeiter tätig werden.“
Noch ist keine Entscheidung über den Standort einer weiteren Unterkunft gefallen. Neben Lewenwerder werden noch zwei weitere Vorschläge geprüft – zum einen das ehemalige ZEWU-Gebäude an der Buxtehuder Straße. Seit Fertigstellung des Elbcampus, dem Kompetenzzentrum der Handwerkskammer, wird es nicht mehr gebraucht. Es soll sich mit relativ geringem Aufwand in eine Wohnunterkunft umbauen lassen.
Zum anderen wird geprüft, ob ein leerstehendes Gebäude am Försterkamp für die Unterbringung von Zuwanderern und Obdachlosen geeignet ist. Der Vermieter soll schon sein Einverständnis signalisiert haben.
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