Die „Kersche“ wird 120!

Unterricht an der Kerschensteinerstraße in den 1920er Jahren. Foto: Volker Hansen

Am Sonnabend, 26. September, feiert
die Grundschule ein großes Jubiläumsfest

Die „Kersche“, wie die Schule Kerschensteinerstraße liebevoll genannt wird, ist eine der ältesten Schulen im Bezirk Harburg. Am Sonnabend, 26. September, wird von 13 bis 16 Uhr das 120-jährige Bestehen gefeiert.Der Schulhof wird in eine große Bewegungs- und
Aktionsfläche verwandelt mit Hüpfburg, Rutschen, Pedalos, Bällen, Seilen und Riesenseifenblasen. Höhepunkt des Nachmittags wird eine Versteigerungsaktion sein.
Die Kinder haben in mühevoller Kleinarbeit alte Stühle mit Bommeln verschönert und in kleine Prachtsitze verwandelt. Diese werden für einen guten Zweck versteigert. Eingeladen sind alle Schüler, Lehrer, Nachbarn, Freunde der Schule, Ehemalige sowie Vertreter von Vereinen und Ämtern aus dem Harburger Umfeld.
Ein Blick ins Schularchiv: Der Name der Schule verweist auf den Reformpädagogen Georg Michael Kerschensteiner (1854-1932), ein Schulreformer, der Vorkämpfer der Arbeitsschule und eines einheitlich aufgebauten deutschen Schulsystems. Er forderte, dass die Schüler eigentätig lernten und nicht nur vorgetragen bekamen. Sie sollten etwas tun, nicht bloß zuhören.
Trotz verschiedener Namenswechsel befindet sich die Schule seit dem 12. Oktober 1895 am heutigen Standort in der Kerschensteinerstraße 16. Die Stadt wuchs ab 1900 rasant an, ebenso erweiterte sich auch die Schule.
Das Schulgebäude hat den
2. Weltkrieg fast unbeschadet überstanden. Die „Kersche“ war nach 1945 die erste Schule in Harburg, an der der Unterricht wieder aufgenommen wurde. Bedingt durch die Raumnot wurde in zwei Schichten unterrichtet.
In der Folgezeit wuchs die Schule weiter. Verschiedene Neu- und Umbauten wurden realisiert. Bis 1969 wurde bis zur 9.Klasse in der Schule unterrichtet, ab 1970 die Klassen 1 bis 6. Seit dem Schuljahr 1983/84 ist sie eine reine Grundschule mit Vorschulklassen. Eine ganztägige Betreuung bietet die Schule seit August 2013 an.
Jüngst hatten umfangreiche Bauarbeiten an Harburger Schulen, von denen auch die Schule Kerschensteinerstraße betroffen ist, für große Proteste unter den Eltern gesorgt.
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