Die Garde des Königs

Die Harburger Knopfsergeanten feierten ihr 125-jähriges Bestehen im Restaurant Leuchtturm an der Außenmühle. Foto: sl

Knopfsergeantenvereinigung feiert 125-jähriges Bestehen

Anno 1888 schlossen sich einige Mitglieder der Harburger Schützengilde zu einem Bund zusammen, dessen Mitglieder einen Eid auf einen festgelegten Ehrenkodex schworen. Auch 2013 gilt: Nur Männer, die diese „ritterlichen“ Tugenden repräsentieren, werden in den erlauchten Kreis aufgenommen und bekommen die begehrten blanken Knöpfe links und rechts ans Revers geheftet.
Hier einige Beispiel aus dem Ehrenkodex der Knopfsergantenvereinigung: Der Knopf verpflichtet sich, während der Feierlichkeiten zum Vogelschießen stets vorbildlich gekleidet im makellosen Schützenrock zu erscheinen. Er sollte an jedem Ausmarsch teilnehmen und auf dem Festplatz die Aufsicht übernehmen.
Darüber hinaus waren und sind die Knöpfe gehalten, dem amtierenden Gildekönig gegen-über stets respektvoll die ihm gebührenden Ehrenbezeugungen kundzutun. Aktuell gehören 128 Gildeschützen der Knopfsergantenvereinigung an. Das 125. Jubiläum wurde gerade mit einer großen Party im „Leuchtturm“ an der Harburger Außenmühle gefeiert.
Bislang wurden pro Jahr drei bis vier neue Knöpfe in die Vereinigung aufgenommen. 2013 kamen aber nur zwei Schützen im Rahmen einer festlichen Zeremonie beim traditionellen Grünkohlessen im Hotel Lindtner hinzu: Kay Ficke und Sven Ritter. Nur diese beiden Herren wurden in diesem Jahr für würdig befunden, künftig die blanken Knöpfe zu tragen.
„Der Vorstand der Knopfsergeantenvereinigung wollte mit diesem Schritt wohl ein Exempel statuieren und zeigen, dass eben nur wenige Auserwählte in die Garde des Königs aufgenommen werden und einem diese Ehre nicht einfach in den Schoß fällt“, vermutet Michael Gögel, 1.
Patron der Gilde-Deputation.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.