DIE COLTRANE -BIOGRAPHIE - von KARL LIPPEGAUS (Lesung)

Wann? 02.10.2011 20:00 Uhr

Wo? Jazzclub im Stellwerk, Über dem Gleis 3, Hamburg DE
Hamburg: Jazzclub im Stellwerk | So., 2. Okt., 20h
KARL LIPPEGAUS – DIE COLTRANE -BIOGRAPHIE (Lesung)

4 Jahre recherchierte Lippegaus weltweit, um dem Nachlass der introvertierten Legende Coltrane seine Geheimnisse abzuringen. Heraus kam eine erstaunliche Biografie der Jazz-geschichte und –geschichten. Die FAZ resümierte, man bekomme Lust, alle Coltrane Platten noch mal zu hören. Heute liest Lippegaus aus der Biographie – spielt aber Coltrane „aus der Dose“.

Die F.A.Z. zur Biographie:
„Ein Heiliger des Jazz
Eine Jahrhundertfigur im historischen Kontext: Karl Lippegaus hat eine äußerst lebendige und anregende Biographie des Saxophonisten John Coltrane geschrieben, der mit seinem Werk einen Anspruch auf Unsterblichkeit hat.
Von Ulrich Olshausen
Vier Jahre hat der Autor und Medienjournalist Karl Lippegaus an seiner Biographie des Jazzmusikers John Coltrane gearbeitet. Dazu trieb es den Autor um die Welt auf der Spu-rensuche in Zeitschriftenjahrgängen, Radio-Interviews, Filmen, Kommentaren auf Plattenhül-len, Äußerungen von Musikern, Veranstaltern, Managern und Schriftstellern. Aus diesen Zi-taten formt Lippegaus kein eigenständiges Puzzle, sondern bepflanzt mit ihnen die Ufer sei-nes eigenen Erzähl- und Informationsflusses. Durch die Vielfalt der einmontierten Meinungen und Blickwinkel erhält der Text Farbe und Bewegung.
Da steht er nun also wieder vor Augen, dieser scheue, höfliche, besessene Sucher, der von den Evergreens ausging und gleichzeitig deren Harmonieherrschaft überwand und nur noch über einem Grundton oder Skalen improvisierte, geradezu demonstrativ in seiner berühmten Version von „My Favorite Things“, die dem „modalen“ Jazz den entscheidenden Schub gab; Coltrane, der den Sound des Tenorsaxophons zu einer auch im wörtlichen Sinn „himmel-schreienden“ Expressivität entwickelte, die fortan nahezu jedem Spieler des Instruments das Leuchtfeuer bedeutete; Coltrane, der vor allem in späten Jahren die spirituellen Aspekte sei-ner Musik zum Ausdruck brachte wie kein anderer Jazzmusiker und der auch der einzige Jazzmusiker ist, nach dem eine Kirche benannt wurde (in San Francisco); Coltrane, der ein-zige Heilige des Jazz, der noch einen größeren Anspruch auf Unsterblichkeit hat als Charlie (“Bird Lives!“) Parker. Lippegaus legt ihm ein Wort von Henri Matisse in den Mund, der auf die Frage „Glauben Sie an Gott?“ antwortete: „Ja, wenn ich male.“ Coltrane also: „Ja, wenn ich Saxophon spiele.“

Eintritt: 8,- / erm. 6,- €
(samt Signierstunde)

www.stellwerk-hamburg.de
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