„Der neue König kann alles“

Nach dem Kampf um die Krone liegen sich der neue Gildekönig Ingo Volkland (l.) und Kontrahent Uwe Dunkel in den Armen. Foto: TSILIS

Tischlermeister Ingo Volkland ist nach 2004/2005 wieder König der
Harburger Schützengilde

Von Andreas Tsilis.
Ingo Volkland (69) ist neuer König der Harburger Schützengilde. In einem spannenden und außergewöhnlichen Finale setzte er sich gegen Uwe Dunkel (68) durch. Als um 17.54 Uhr der hölzerne Vogel mit dem 1.973 Schuss fiel, war der Zweikampf bereits in die Verlängerung gegangen.
Denn schon der Abschuss des goldenen Flügels hätte Volkland die Königswürde beschert – aber der Schützenkönig von 2004/ 2005 wollte unbedingt den letzten Span des Rumpfes erlegen. So wurden die Gewehre weiter durchgeladen. Am Ende sah Kontrahent Dunkel durch sein Zielfernrohr, wie Volkland erneut traf.
„Es war ein harter Fight“, sagte Dunkel, der ebenfalls unbedingt König werden wollte. Volkland selbst gab sich bescheiden: „Der Erfolg war zu 90 Prozent Glückssache.“
Gewonnen hat nach Ansicht vieler Schützenbrüder und Anwesenden auch die Gilde. „Es ist großartig, dass Menschen in völlig verschiedenen Lebensphasen Gildekönig werden“, freute sich der 1.Gildevorstand Dr. Enno Stöver. Mit Volkland hat die Gilde nun so etwas wie einen „König der Könige“.

Bis zu 100 Schützen
im Schießstand


Der selbstständige Tischlermeister Volkland war bereits Fahnenjunker, Knopfsergeant und eben König. „Volkland kann einfach alles“, so fasste es Stöver zusammen.
Zeitweise waren bis zu 100 Schützen im Schießstand, so viele wie lange nicht. Aus der Ferne sah Anne Volkland dabei zu, wie ihr Ehemann zum zweiten Mal nach der Königswürde griff. Ihr habe er viel zu verdanken, sagte der neue König dann kurz vor seiner Proklamation gegenüber dem Wochenblatt. Während seiner Regentschaft möchte er nicht mehr so viele Termine wie im Königsjahr 2004 wahrnehmen. Damals hatte er zwischen 120 und 130 Veranstaltungen besucht.
Wichtig bleibt es Volkland dennoch, „die Gilde angemessen zu repräsentieren und ein positives Bild in der Öffentlichkeit abzugeben.“ Dafür werde er dann gern und zum wiederholten Mal Zeit und Geld investieren.
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