Der nächste Topf steht schon auf dem Herd

Alexander Knoblauch schaut gern einmal in der Suppenküche vorbei. Foto: pau

In der Heimfelder Suppenküche gibt’s jeden Sonnabend kostenlos warme Mahlzeiten

Von Jacoba Paulus. HARBURG.
In der Suppenküche im Treffpunkthaus Heimfeld, Friedrich-Naumann-Straße, herrscht Hochbetrieb. 65 Besucher waren heute da, und das, obwohl heute erst der Zehnte ist. So viele kommen meist erst zum Monatsende. Denn wenn der Vorrat im heimischen Kühlschrank zur Neige geht, gibt es hier immernoch einen deftigen Teller Suppe, Brot und einen heißen Tee. Immer sonnabends zwischen 12 und 14 Uhr ist jeder Hungrige willkommen. Gastgeber ist der Verein „Hilfspunkt“. Ihn gibt es bereits seit 1993, anfangs unter dem Namen „Aktion Armenhilfe“.
In Heimfeld ist der „Hilfspunkt“ seit 1996 aktiv. Etwa 2.500 Gäste werden hier jährlich verköstigt, rund 50 an jedem Sonnabend. Daran hat sich im Laufe der Jahre nicht viel geändert. Das Angebot kostet den Verein rund 240 Euro im Monat.
Die drei Mitarbeiterinnen der Suppenküche haben alle Hände voll zu tun, denn jeder Gast bekommt sein Essen am Tisch serviert. Außerdem gibt es Tee und Brot zum mitnehmen. „Wenn genug da ist, gibt es auch etwas für den Sonntag mit nach Hause“, erzählt Monika Brauer, Leiterin der Heimfelder Suppenküche. „Für viele Menschen ist das hier ein geschützter Raum, ein Ort, an dem sie einfach so sein können, wie sie sind.“
Einige der Mitarbeiter sind, wie Monika Brauer, schon seit Jahren dabei. Sie arbeiten einmal im Monat in festen Teams. Geplant wird Monate im Voraus, damit jeder sich auf seine Termine einstellen kann.
Anfangs kamen viele Familien, mittlerweile sind die meisten Gäste Rentner, HartzIV-Empfänger oder Obdachlose. Viele sind Stammgäste und kommen aus Heimfeld, doch manch einer reist sogar von der anderen Elbseite an. „Ich war selber mal obdachlos“, sagt Alexander Knoblauch, der heute mit seiner Mutter und seiner Schwester hier ist. „Wenn es draußen kalt ist, dann ist man über eine heiße Suppe und eine Tasse Tee wirklich froh!“
Doch die meisten Menschen kommen nicht nur um des Essens Willen, sondern auch zum Plaudern und Beisammensein. Obwohl die fünf Tische fast alle belegt sind, ist die Atmosphäre ruhig und angenehm. Man merkt es sofort: Hier ist wirklich jeder willkommen. „Die Suppe ist hier wirklich gut“, verrät ein Gast mit zufriedenem Lächeln, „und es ist viel gemütlicher als anderswo.“
Wer den Verein Hilfspunkt unterstützen möchte, kann auch Gebäck oder Süßigkeiten zum Nikolaustag spenden.


In verschiedenen Stadtteilen bieten die Mitarbeiter des Vereins „Hilfspunkt“ bedürftigen Menschen ihre Hilfe an, sei es in der Kinder- und Jugendarbeit, Familienbetreuung, Beratung oder eben in Form einer warmen Mahlzeit. Der Verein wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Dabei wird versucht, die Kosten so gering wie irgend möglich zu halten, damit die Spenden wirklich denjenigen zugute kommen, die sie benötigen. So ist die gesamte Verwaltung in Privaträumen untergebracht.
Kontakt zum Verein Hilfspunkt: Telefon 652 12 93
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