Der Ghetto Swinger

Berührendes, aufwühlendes Musiktheater vom Feinsten: Helen Schneider führt auf der Harburger Bühne als Erzählerin Rosa durch „Der Ghetto Swinger“. Foto: pr

Harburger Theater zeigt die Geschichte des Musikers Coco Schumann

Chuzpe, Glück, Zufall, die Musik oder ein Schutzengel? Womöglich hatte Coco Schumann von allem etwas. Als er zum Kriegsende wieder in Berlin landet, steht er plötzlich in einem improvisierten Lokal im Kreis seiner alten Kollegen, nimmt ein Instrument und beginnt wieder zu spielen. Das berührende Stück „Der Ghetto Swinger – Aus dem Leben des Jazzmusikers Coco Schumann“ feiert am Donnerstag, 17. Oktober, um 20 Uhr im Harburger Museum, Museumsplatz 2, Premiere.
Die Geschichte um Coco Schumann (Konstantin Moreth) wird von der Sängerin Rosa (Helen Schneider) erzählt und nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in das Berlin der 1930er Jahre. In den Kneipen wird flirrender Swing und Jazz gespielt. Der junge Coco, Sohn einer jüdischen Mutter, ist sofort fasziniert von dieser Musik. Früh gerät er in die Szene der verbotenen „Swing-Kids“. Jugendliche, die den Jazz als Protest gegen die Nazis stellten.
Coco landet im KZ Theresienstadt. Dort wird er Mitglied der „Ghetto Swingers“. In Auschwitz spielt er zur Unterhaltung der Lagerältesten und SS um sein Leben, in Dachau begleitet er mit letzter Kraft den Abgesang auf das Regime. Ein perfides Spiel, denn auf einmal wird die Musik, für ihn die einzige Möglichkeit das mörderische Konzentrationslager zu überleben.
„Der Ghetto Swinger“ läuft bis Sonnabend, 26. Oktober. Tickets gibt es im Vorverkauf zum Preis von 17 bis 37 Euro, ermäßigt neun bis 27 Euro.
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