Der Besuch der Bienenfrau

Die "Bienenkinder" Leif (5, von links), Fritz (3) und Tito (5) dürfen sich zur Erinnerung an den Vormittag mit der Bienenfrau eine Kerze aus Bienenwachs drehen. Foto:ast
Im Harburger AWO-Waldkindergarten erklären Umweltpädagoginnen alles über das nützliche Insekt
ANDREA STEIN; HARBURG
Natürlich wissen die Kinder, dass nicht alle Bienen Maja und Willi heissen. Aber wie entsteht der Honig, den man sich morgens auf das Frühstücksbrötchen streicht? Wie viele Eier legt eine Bienenkönigin am Tag? Und welche Aufgabe haben die Drohnen im großen Bienenvolk?Viele Fragen rund um das kleine Insekt - und wer könnte sie besser beantworten, als „Bienenfrau“ Ariane Schwarz, die gemeinsam mit Kollegin Ulrike Birkenfeld mal wieder den Waldkindergarten in Harburg besucht. Die beiden Umweltpädagoginnen von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald kommen regelmässig in die AWO-Kita am Vahrendorfer Stadtweg - und sind stets gern gesehene Gäste, passt doch die Aufklärung über das nützliche Insekt bestens in das Konzept des Waldkindergartens.
„Bei uns ist der ökologische Gedanke natürlich wichtig, und die Erfahrung in der Natur“, erklärt Kita-Leiterin Corinna Radeke. Schliesslich sind die Kinder den ganzen Tag draussen. „Alles,
was andere Kita-Kinder drinnen machen, wird bei uns unter freiem Himmel gemacht: Frühstücken, spielen, basteln, entdecken, singen, toben, lernen.“ Schlechtes Wetter gibt es nicht, denn Regenkleidung und Gummistiefel sind stets griffbereit. Wer täglich im Wald unterwegs ist, lernt, dass man die Natur wertschätzen muss. „Eine `doofe Biene` gibt es für unsere Kinder nicht“, so Radeke. Auch Ariane Schwarz mag die Arbeit mit den Kindern vor allem auch deshalb, weil die kleineren noch offen sind für die Natur und die darin lebenden Tiere: „Die Kinder haben keine Angst oder Panik, vielmehr sind sie neugierig und voller Forscherdrang.“
Zwar wird an diesem Vormittag nicht am lebenden Objekt gelehrt, aber die Pädagoginnen haben allerlei Anschauungsmaterial mitgebracht: Plakate und Zeichnungen werden erklärt, ein Puster, der die aufgeregten Bienen beruhigen soll, wird angezündet und natürlich wollen die Kinder durch das Modell eines Facettenauges blicken. Und damit sich jeder noch eine Weile an den Besuch der Bienen-Frau erinnert, darf jeder aus Bienenwachs eine Kerze basteln. Die Biene ist wirklich ein nützliches Tier!


Info-Kasten:
Der AWO Waldkindergarten, Vahrendorfer Stadtweg 12, hat ab dem Sommer wieder freie Plätze für KInder ab drei Jahren. Die Kita ist von 7.30 bis 16 Uhr geöffnet, die Betreuungszeiten sind wählbar zwischen vier und acht Stunden. Abgerechnet wird über das Kita-Gutschein-System. Kontakt unter Telefon 76111672 oder per Mail waldkiga-harburg@awo-hamburg.de.
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