Das wird nichts mit Tempo 30

Sobald die Straße Am Frankenberg grundsaniert ist, wird Tempo 30 wieder aufgehoben. Foto: ast

Behörde: Die Straße Am Frankenberg ist
„Hauptverkehrs- und Sammelstraße“

ANDREA STEIN, HARBURG.
Bereits Anfang des Jahres hatten die Fraktionen von SPD, CDU und Grüne gefordert: In der Straße Am Frankenberg sollen Verkehrsteilnehmer nicht schneller als Tempo 30 fahren dürfen, auch nach der geplanten Fahrbahnsanierung. Doch die zuständigen Fachbehörden haben dieses Ansinnen nun abgelehnt. Die Straße sei eine „Hauptverkehrsstraße“, heißt es in der Begründung, und diese „müssen bei der Einführung von Tempo-30-Zonen in der Regel ausgenommen bleiben“.
Der Hintergrund: Bereits seit mehr als 20 Jahren gilt in der Straße zwischen Langenbeker Weg und Winsener Straße ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern, das aufgrund von Fahrbahnschäden eingerichtet wurde. Für den Herbst diesen Jahres ist nun eine Grundinstandsetzung geplant und mit Fertigstellung soll auch das Tempolimit fallen.
Da könne man sich nur wundern, findet Michael Dose, SPD: „Kein vernünftiger Mensch fährt hier schneller als 30 km/h.“ Dabei mache es gerade in dieser Straße Sinn, das Tempolimit beizubehalten: „Fahrradfahrer fahren auch auf der Straße, da ist es immer besser, wenn die Geschwindigkeit von Auto und Fahrrad nicht zu unterschiedlich ist.“
Ebenfalls enttäuscht über die Haltung der Behörde sind die Grünen: „Das haben wir befürchtet“, sagt Kay Wolkau. Dabei ist die Verkehrssituation schon jetzt angespannt: „Anwohner beschweren sich schon lange darüber, dass Busse und LKW das Tempolimit überschreiten.“ Ausserdem wurden 2003 die Poller entfernt, sodass Fahrzeuge immer wieder die Gehwege benutzen, um entgegenkommendem Verkehr auszuweichen. Da kann es für die Fußgänger und Anwohner,
in der Straße Am Frankenberg gibt es auch eine Seniorenwohnanlage und eine Einrichtung für körperlich behinderte Menschen, gefährlich werden.
Harburgs Politiker wollen am Ball bleiben, vielleicht noch einmal einen interfraktionellen Antrag stellen. Den Anwohner rät Kay Wolkau zusätzlich, eine Petition an die Bürgerschaft einzureichen. „In Cranz hat das gerade zum Erfolg geführt.“
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1 Kommentar
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Manfred Hagel aus Harburg | 05.07.2012 | 20:06  
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