"Das passt locker"

Wenn die Bauarbeiten für Erweiterung der Schule Grumbrechtstraße losgehen, könnte der Basketballplatz am Alten Postweg in Gefahr sein. Foto: sl

Skaterplatz und Basketballfeld am Alten Postweg müssen nicht der Erweiterung der Schule Grumbrechtstraße weichen

Große Aufregung herrscht gerade in Heimfeld. Ein Gerücht mobilisiert die Gemüter: Der öffentliche Skaterplatz und das Basketballfeld am Alten Postweg seien in Gefahr.

Die Schule Grumbrechtstraße wird erweitert und die SPD fürchtet, „aus Platzmangel muss wahrscheinlich der Neubau der Unterrichtsräume auf dem Gelände des Sportplatzes erfolgen. Um den Verlust des Sportplatzes auszugleichen, muss auf die bezirkliche Grünfläche am Alten Postweg ausgewichen werden. Dies hat zur Folge, dass der öffentliche Skaterplatz und das Basketballfeld weichen müssen“, heißt es in einem Antrag der SPD.

Das wäre fatal für die Jugendlichen Viertels, sind sich SPD und auch Astrid Otten, Leiterin des AWO Jugendclubs Grumbrechtstraße, einig. „Der Platz wird sehr intensiv genutzt“, so Astrid Otten. Es kämen nicht nur Kinder und Jugendliche aus dem Jugendclub, sondern ganze Familien, die den Ort zum Grillen und Picknicken nutzen. „Abends sind hier auch oft Studenten, die im Sommer noch bis 21 Uhr Körbe werfen“, so Astrid Otten weiter. „Ich würde mir sehr wünschen, dass vor einer solchen Entscheidung erst mal alle Beteiligten miteinander reden würden. Wir sind hier im Stadtteil ganz hervorragend vernetzt: Da sollte ein funktionierender Informationsfluss doch wohl möglich sein.“

Doch tatsächlich gibt es noch gar keinen Grund zur Aufregung. Nach bisherigem Stand der Dinge soll der Sportplatz neben der Schule gar nicht bebaut, sondern nur gedreht und ein bisschen verkleinert werden. „So wie der Entwurf bisher geplant ist, passt der Sportplatz locker dort noch hin“, sagt ein Mitarbeiter des Projektbüros GMH Gebäudemanagement Hamburg. Und auch Schulleiter Rainer Kühlke ist überrascht. „Der Sportplatz wird vormittags von der Schule genutzt und ist ab 16 Uhr für den ganzen Stadtteil zugänglich. Das wollen wir auch unbedingt fortsetzen. Der Elternverein unserer Schule bezahlt dem Hausmeister jeden Monat 100 Euro, damit der Sportplatz auch wirklich offen ist“, sagt er.

Und auch die SPD rudert wieder ein Stück zurück. „Das ist sozusagen ein „Vorsichtshalber-Antrag“. Man muss solche Sachen rechtzeitig in die richtigen Bahnen lenken“, sagt Claudia Loss (SPD). „Sonst ist am Ende der Skaterplatz plötzlich weg. Bevor das passiert, sollten erst alle Beteiligten, also die Schule, der Bezirk, der Jugendclub, der Stadtteilbeirat und die Nachbarn gemeinsam nach einer praktikablen Lösung suchen, mit der alle leben können.“
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