Das lange Warten auf die Post

Beschwerden über mangelhafte Zustellung in Sinstorf
und Marmstorf - Post sieht keine Probleme

Von Rachel Wahba.
In einigen Harburger Stadtteilen scheint Postzustellung reine Glückssache zu sein. „Seit dem 7. September findet in Sinstorf, speziell in der Käfersiedlung, keine Postverteilung mehr statt“, sagt die Sinstorferin Ute Tietgen. Trotz mehrerer Anrufe bei der Beschwerdestelle der Deutschen Post AG, so Tietgen, habe sich nichts daran geändert. Ute Tietgen: „Unser Sohn hat sich für Praktikumsplätze im nächsten Jahr beworben und verpasst nun sehr wahrscheinlich Vorstellungsgespräche, weil die Briefe bei uns nicht ausgetragen werden.“
Anfang September sei vom HVV die Wertmarke für das neue Schuljahr verschickt worden. Auch dieser Brief, so die empörte Mutter, sei immer noch nicht in ihrem Briefkasten aufgetaucht. Ein Zusteller habe ihr erklärt, dass in „Sinstorf Touren zusammen gelegt wurden, Überstunden werden nicht bezahlt, und er könne für das ganze Durcheinander auch nichts“, sagt Ute Tietgen. Eine Anwohnerin am Garbersweg in Marmstorf berichtet, sie habe zwischen dem 21. und 28. September keine Post bekommen. Dafür habe sie am 29. September auf einen Schlag zwölf Briefe erhalten.
Aus Sicht der Deutschen Post AG hingegen gibt es keinerlei Versäumnisse bei der Zustellung. „Es ist ganz normal, dass Zustellbezirke zusammengelegt werden. Wir überprüfen permanent die Auslastung der Kollegen in den einzelnen Bezirken. Wir sind aber jeden Tag und überall unterwegs auch in Sinstorf und Marmstorf“, sagt Maike Wintjen, Sprecherin der Post AG. „Und es ist auch ganz normal, dass nicht jeder jeden Tag Briefe bekommt“, so die Post-Sprecherin weiter. Jeder müsse sich selbst fragen, wie viele Briefe er noch verschicke. Zudem würden vergünstigte Postsendungen, wie beispielsweise Infobriefe oder Werbesendungen, nicht täglich zugestellt. Wintjen: „Für vergünstigte Zustellungen haben wir vier Werktage Zeit, aber das wissen unsere Kunden auch und nehmen es in Kauf, weil sie weniger Porto bezahlen müssen.“
Ute Tietgen war inzwischen im Briefverteilungszentrum in Harburg, um sich dort zu beschweren – offensichtlich mit Erfolg. „Jetzt kommt die Post wieder regelmäßig. Und auch das HVV-Ticket ist endlich bei uns angekommen“, so die Sinstorferin.


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