Bonanza in Eißendorf

Eißendorfs Schützenkönig Jens-Uwe Brockmann (dritter von links) mit drei seiner vier Adjutanten: Apostolus Sigelakis (links), Helmut Moje und Jürgen Kowalewsky (rechts). Es fehlt Hans-Werner Moje. Foto:tsilis

Der scheidende König Jens-Uwe Brockmann
war ein ungewöhnlicher Regent

Von Andreas Tsilis.
Einen Schützen wie Jens-Uwe Brockmann (70) findet man nicht alle Tage. In Fleestedt und Glüsingen war er schon König, in Eißendorf wird in Kürze seine Zeit als Regent ablaufen. Was ihm noch fehlt, ist die vierte Königswürde in seinem vierten Verein, der Privilegierten Schützengesellschaft Pappenheim von 1491.
Doch Pustekuchen: Im 650 Kilometer entfernten bayrischen Ort will er kein Schützenkönig werden. „Irgendwann ist es genug“, sagt Brockmann. Mit den Pappenheimern verbindet die Harburger Schützen eine 43-jährige Patenschaft.
Ehrensache, dass man sich regelmäßig gegenseitig besucht, und Brockmann war auch sonst in Sachen Brauchtums- und Beziehungspflege im Königsjahr viel auf Tour. Befreundete Schützenvereine aus Harburg und dem Landkreis hat er mit den Kameraden abgegrast und auf vielen Königsbällen getanzt. Lebensgefährtin Gisela war immer an seiner Seite. „Meine Frau zog immer mit“, sagt der ehemalige Busfahrer und Disponent.

König mit
vier Adjutanten

Außergewöhnlich war sein königlicher Tross: Zu den Adjutanten Helmut Moje und Jürgen Kowalewsky gesellten sich mit Apos-tolus Sigelakis und Hans-Werner Moje zwei „ZBV´s“. Die „Adjutanten zur Besonderen Verwendung“ sollten auf die Adjutanten aufpassen“, scherzt Brockmann.
Das Quartett machte seine Sache gut, was auch nicht anders zu erwarten war. Intern ist man schließlich Teil der „Cartwright“-Familie, und wer noch „Bonanza“ aus dem Fernsehen kennt, weiß: Die Cartwrights waren ein Mus-terbeispiel für Zusammenhalt.
Zwar feierte Brockmann seinen Königsball nicht auf der „Ponderosa-Ranch“, das Landhaus Jägerhof war aber ebenso repräsentativ. Fast 300 Gäste kamen, für den harten Kern gab es frühmorgens 60 Spiegeleier aus der riesigen Bratpfanne. Deren nebulöser Verwendungszweck ist damit endlich geklärt – im Dunkeln bleibt nur noch die Frage nach dem nächsten Königskandidaten.
„Vieles kann sich in letzter Minute ändern“, sagt Pressewart Florian Kramer. Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Das Vogelschießen beginnt am Freitag auf dem Festplatz Lübbersweg.

Festprogramm
Freitag, 27. Mai
15.00: Öffnung des
Festplatzes am Lübbersweg
18.30: Platzkonzert
19.30: Ummarsch
20.30: Großer Zapfenstreich (Wiese Göhlbachtal)

Sonnabend, 28. Mai
15.00: Öffnung
des Festplatzes
15.15: Eißendorfer Kinderfest
19.00, 19.30: Tanzabend im Festzelt mit „Mecki and
Friends“

Sonntag, 29. Mai
15.00: Öffnung des
Festplatzes
15.00: Eißendorfer
„Schweinequiz“

Montag, 30. Mai
15.00: Öffnung des
Festplatzes
19.00: Proklamation des
neuen Schützenkönigs (Schulhof Kirchenhang)
21.00: „Eißendorfer Schlagerparade“ - Maxi Playback Show, tolle Preise gewinnen
(Änderungen vorbehalten)


Freier Eintritt an allen Tagen ins (beheizbare) Festzelt!
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