Binnenhafen wird zu Hamburgs Silicon Valley

Sieger im Architekturwettbewerb für den HIP: MVRDV aus Rotterdam. grafik: MVRDV

HC Hagemann baut an der Blohmstraße
350 Millionen Euro-Projekt „Hamburg Innovation Port“

Von Andreas Göhring.
Alle Beteiligten hatten absolutes Stillschweigen vereinbart – bis gestern, Dienstag, 12. 30 Uhr: Dann traten mit Frank Horch und Katharina Fegebank gleich zwei Senatoren ans Rednerpult und lüfteten das Geheimnis um das wohl größte Projekt für den Süderelberaum der letzten Jahrzehnte. Mit Unterstützung der Stadt baut die Harburger HC Hagemann Gruppe auf einem firmeneigenen Grundstück an der Blohmstraße den Hamburg Innovation Port (HIP).
Der HIP soll Räume für Forschung, Labore, Büros, Kongresse, Kommunikation, Service und Gastronomie im Umfeld von der Technischen Universität, TuTech und allen anderen innovativen Unternehmen im Binnenhafen zur Verfügung stellen. Und zwar auf einer Bruttogeschossfläche von bis zu 70.000 Quadratmetern.

Standort wird
weiter aufgewertet

Zum Vergleich: Das Phoenix Center hat nach seiner Erweiterung eine Verkaufsfläche von gut 28.000 Quadratmetern. Geradezu atemberaubend die Investitionssumme: Nach Angaben der HC Hagemann Gruppe sollen ab 2017 in mehreren Bauabschnitten rund 350 Millionen Euro ausgegeben werden.
Im Klartext: Der Süderelberaum bekommt endlich das, was die Handelskammer in ihrer Studie eines Netzes von Forschungs- und Innovationsparks über ganz Hamburg verteilt vorgezeichnet hat. Dass rund um die Technische Universität längst etwas entstanden ist, dass es an geballter Kompetenz und Zukunftsorientierung mit dem legendären Silicon Valley in Kalifornien aufnehmen kann, ahnten die Harburger schon länger. „Das Projekt ist ein guter weiterer Baustein und wird den Standort noch einmal aufwerten und stärken“, sagt
Bezirksamtsleiter Thomas Völsch. „Hamburgs Zukunft liegt eben tatsächlich im Süden.“
Der Weg dorthin war lang. Mitte der 1980er-Jahre saßen
Hagemann-Chef Arne Weber und der damalige Bezirksamtsleiter Jobst Fiedler in einem italienischen Restaurant am Harburger Rathaus und überlegten, was man aus dem heruntergekommenen Binnenhafen machen könnte. Ihre Idee, dort ein attraktives Stadtquartier mit Wohnen am Wasser und vielen neuen Arbeitsplätzen in zukunftsorientierten Betrieben zu entwickeln, skizzierten sie auf einem Bierdeckel. Weber: „Der HIP ist für mich ein großartiger Abschluss dieser Entwicklung.“
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