Besuch im DRK-Hospiz

Die Chefärzte der Asklepios Klinik Harburg spendeten 20.000 Euro für das Harburger Hospiz. Sandra Köbe (3.v.r.), Projektleiterin und zukünftige fachliche Leitung des DRK-Hospizes, nahm die Spende persönlich entgegen. Foto: pr
 
Britta True leitet das Harburger DRK-Hospiz. Es ist im ehemaligen Langenbeker Gemeindehaus, das dafür erweitert wurde, zu finden. Foto: oz

Ein erster Blick hinter die Kulissen - Eröffnung am 11. Dezember

Am Mittwoch, 11. Dezember, wird das DRK-Hospiz im Blättnerring offiziell eröffnet. Schirmherrin Bettina Tietjen darf örtliche, aber auch Hamburger Prominenz begrüßen.
Im Hospiz werden zwölf schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet, wenn die Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist. Die zwölf in unterschiedlichen Farben gehaltenen Zimmer sind alle 20 bis 22 Quadratmeter groß und haben einen Balkon oder Zugang zur Terrasse. Sie verfügen über TV, Radio/CD, WLan und einen bequemen rollbaren Ohrensessel. „Die Betten sind der Mercedes unter den Pflegebetten“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Harald Krüger. Um Krankenhausatmospäre zu vermeiden, gibt’s keine weiße, sondern bunte Bettwäsche.
Noch sind die Zimmerwände leer, doch das bleibt nicht so. Krüger: „Die Gäste können ihre eigenen Bilder mitbringen.“ Auch ihren Lieblingssessel oder die vertraute Kommode.
Für Essen und gemeinsame Aktivitäten steht ein großer Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Auf der Terrasse bieten zwei rot-weiß gestreifte Strandkörbe, hergestellt von einer Behindertenwerkstatt des DRK Rügen, Platz für Erholung. Im Garten sollten von der IGS gespendete Rosenstöcke stehen, doch die wurden am
Wochenende sämtlich geklaut.
Der schönste Bereich im Hos-piz, der Raum der Stille, wird erst im Januar fertig. Noch fehlt die Holzverkleidung. „Der Raum der Stille ist zum Alleinsein, für Gespräche und zum Abschiednehmen“, erklärt der DRK-Geschäftsführer.
Im Hospiz wird auf Wunsch seelsorgerische Betreuung für verschiedene Glaubensrichtungen geboten. Evangelische, katholische und islamische Geistliche stehen bereit, entsprechende Verträge sind abgeschlossen. Mit der jüdischen Gemeinde laufen noch Gespräche.
Angehörige können zu Besuch kommen, so oft sie wollen und wann sie wollen. Auch Übernachtungen sind möglich. In die Zimmer kann dann ein Gästebett hineingeschoben werden.
Im Hospiz kümmert sich ein 20-köpfiges Team um das Wohl der Gäste. Die normale ärztliche Betreuung liegt in Händen der jeweiligen Hausärzte. Für alles andere stehen 24 Stunden am Tag speziell ausgebildete Palliativmediziner bereit.
Harald Krüger: „Das Hospiz hat eine ganz, ganz breite Unterstützung.“


Der Bau des DRK-Hospiz’ hat insgesamt 3,4 Millionen Euro gekostet. „Das sind rund zehn Prozent mehr als geplant“, weiß Harburgs DRK-Geschäftsführer Harald Krüger, „aber das liegt ja noch im Rahmen.“
Nur 90 Prozent der Kosten des laufenden Hospiz-Betriebes werden von den Krankenkassen getragen. Der Rest, zwischen 200.000 und 250.000 Euro, muss über Spenden hereinkommen. Wichtig: Für die Hospiz-Gäste entstehen keine Kosten!
Die offizielle Eröffnung wird am Mittwoch, 11. Dezember, gefeiert. Am Sonnabend, 14. Dezember, können Harburger am Tag der offenen Tür von 11 bis 17 Uhr das Hospiz erkunden. Die ersten Gäste werden am Montag, 16. Dezember, einziehen.
Über die Klage gegen das Hospiz wird das Verwaltungsgericht am Donnerstag, 12. Dezember, entscheiden. Die Verhandlung findet allerdings nicht wie ursprünglich geplant im Hospiz, sondern im Verwaltungsgericht, Lübeckertordamm 4, statt.
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