Besser als ein Sparbuch

An der Rosentreppe 1-4 wurde die Wärmedämmung verbessert. Foto: ebv

Eisenbahnbauverein Harburg schüttet vier Prozent Dividende aus

So viel gibts auf einem normalen Sparbuch nicht: Der
Eisenbahnbauverein Harburg (EBV) hat an seine 4.700 Genossenschaftler gerade eine vierprozentige Dividende ausgeschüttet. „Eine sehr sichere und außerordentlich attraktive ‘Geldanlage’“, kommentierte EBV-Vorstand Joachim Bode. Das hat sich herumgesprochen. Einige der neuen EBV-Mitglieder möchten gar keine Wohnung mieten.
Rund 6,3 Millionen Euro hat der EBV im vergangenen Jahr für die Modernisierung seiner Wohnungen ausgegeben. 39 Wohnungen wurden für durchschnittlich 25.000 Euro auf den neuesten Stand gebracht. Die Häuser Rosentreppe 1-4, Roggestraße 7a+b, Brandesstraße 6+8 sowie Zimmermannstraße 21-24 erhielten eine verbesserte Wärmedämmung (neudeutsch: energetische Sanierung). Fotovoltaikanlagen wurden auf den Dächern der Rosentreppe 28 + 29 installiert, solarthermische Anlagen in der Brandesstraße.
Am Reeseberg 104 baut der EBV ein Passivhaus mit acht Wohnungen, darunter eine Großraumwohnung für eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft. Insgesamt werden hier 2,2 Millionen Euro investiert.
Im laufenden Jahr will die Harburger Wohnungsbaugenossenschaft etwa 6,0 Millionen Euro für die Modernisierung ihrer Objekte ausgeben. In Wilstorf wird die größte „Eisheizung“ der Welt gebaut. 483 Wohnungen zwischen Tilemannhöhe und Wasmerstraße werden bis 2014 in drei Bauabschnitten an diese innovative Heizungsform angeschlossen. Der Eisspeicher selbst soll bis zum Herbst hinter den Häusern Metzenberg 11/13 entstehen.
Ein Blick in den Geschäftsbericht zeigt, dass der EBV das Jahr 2011 mit einem Minus von 278.000 Euro abgeschlossen hat. Fehlbeträge gab es zuletzt 1992 (74.000 €) und 2003 (154.000 €). Ist der EBV pleite? „Nein, natürlich nicht“, erklärt Vorstand Joachim Bode. „In allen drei Fällen wurden erhebliche Beträge für die Modernisierung und Instandhaltung der Häuser ausgegeben, die deutlich über den in den Mieteinahmen kalkulierten Summen lagen. Außerdem haben wir unsere Bilanzierungspraxis umgestellt.“


Wer in den EBV eintreten möchte, muss mindestens drei Anteile a 160 Euro kaufen und außerdem eine Aufnahmegebühr in Höhe von 60 Euro zahlen. Bei Anmietung einer Wohnung müssen 40 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche eingezahlt werden. Beispiel: Bei einer 60 m2 großen Wohnung sind 2.400 (60 x 40) Euro fällig, also müssen 15 Anteile gezeichnet werden.
Die Anteile werden nicht verzinst, allerdings kann die Vertreterversammlung beschließen, eine Dividende auszuschütten. EBV-Chef Bode: „Bislang haben wir jährlich eine Dividende zwischen 3 - 5 % ausgeschüttet.“ OZ
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.