Beachclub für Harburg - aber wo?

Der Beachclub soll nur bis zum 30. September am Veritaskai bleiben. Die Stadt möchte das Gelände verkaufen. Foto: Frank Nocke

Bürgerbegehren zum Erhalt des Beachclubs am Veritaskai gestartet

Der Beachclub am Veritaskai soll einem Hotel weichen und an den Kanalplatz verlagert werden. Drei Harburger kämpfen jetzt darum, dass der beliebte Freizeittreff an Ort und Stelle bleiben darf. Kai Böttger, Peter Noßek und Niels Kreller haben das Bürgerbegehren „Save Your Beach - Ein Beachclub am
Veritaskai“ gestartet.
Im Jahr 2005 hat der Harburger Gastronom Heiko Hornbacher den Beachclub am Veritas-kai 7 gegründet. Saison für Saison musste er um die Verlängerung des Mietvertrags bangen. Da die Fläche jetzt verkauft wird – eine entsprechende Ausschreibung läuft –, soll der Beachclub zum 30. September endgültig schließen. Ab 2015 steht für mindestens fünf Jahre eine Ausweichfläche am Kanalplatz zur Verfügung.

Wem gehört das Gelände am Veritaskai? Eigentümer der Fläche ist die Stadt.

Was ist die Fläche wert?
Im Zuge der Verlagerung des hier ehemals ansässigen Schrotthandels hat die Stadt bereits rund fünf Millionen Euro investiert. Beim Verkauf an einen Investor würde zumindest ein Teil dieser Summe wieder in die Hamburger Kassen fließen.
Auf dem 5.974 Quadratmeter großen Gelände darf ein 65 Meter hohes Gebäude gebaut werden. Dem Bebauungsplan hatte auch die CDU zugestimmt.
Eine Vermietung oder Verpachtung der Fläche an den
Beachclub ist für die Stadt wirtschaftlich wenig sinnvoll.

War das Gelände dem
Beachclub jemals als dauerhafter Standort angeboten worden?

Nein. Die Nutzungsgenehmigung wurde in jedem Jahr stets nur für die Dauer der Sommermonate vom 1. April bis zum 15. Oktober erteilt. Es war stets klar, dass es sich um eine befris-tete Lösung handelt.

Braucht der Binnenhafen
einen Beachclub?

Ja. Als Standort für die nächs-ten fünf Jahre hat die Verwaltung eine kleinere Fläche am Kanalplatz, östlich der Blohmstraße angeboten.

Wird Heiko Hornbacher den Beachclub am Kanalplatz auch betreiben?
Vermutlich ja. Von der SPD kommt allerdings Gegenwind. „Niemand hat das Recht, auf Lebenszeit einen Beachclub zu betreiben, nur weil er Hornbacher heißt. Wir können auch eine Ausschreibung starten“, sagt Jürgen Heimath.

Bürgerbegehren „Save Your Beach -
Ein Beach Club am Veritaskai“

Wann wurde das Bürgerbegehren gestartet?
Am 15. Mai 2014.

Wie viele Unterschriften sind nötig, damit das Bürgerbegehren erfolgreich ist? Innerhalb von sechs Monaten müssen 3.355 gültige Stimmen zusammenkommen.

Wie viele Unterschriften müssen vorliegen, damit Bezirksamt und Bezirksversammlung keine dem Bürgerbegehren entgegenstehenden Beschlüsse fassen dürfen? 1.118

Bedeutet ein Erfolg des Bürgerbegehrens automatisch, dass der Beach Club am Veritaskai bleiben kann? Nein. Ein zulässiges und erfolgreiches Bürgerbegehren bindet nur die Bezirksverwaltung/Bezirksversammlung, nicht aber andere Stellen in der Stadt wie Fachbehörden oder Senat.

Mehr über das Bürgerbegehren gibt’s im Internet unter
www.besser-im-blick.de/saveyourbeach
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1 Kommentar
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Andreas Steffes aus Harburg | 29.05.2014 | 14:11  
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