Bauen in der HafenCity? Zu teuer für den EBV!

EBV-Vorstand Joachim Bode – hier in der Roseggerstraße vor dem Thermo-Ölkessel, der die Wärmepumpe der Eisheizung antreibt – kann sich vorstellen, eine weitere Eisheizung errichten zu lassen. Foto: oz

Eisenbahnbauverein Harburg: In diesem Jahr Neubauten
für 37 Wohnungen geplant - zweite Eisheizung möglich

Der Eisenbahnbauverein Harburg ist die große Wohnungsbaugenossenschaft im Hamburger Süden. An der Entwick-lung der HafenCity ist der EBV bislang nicht beteiligt, im Gegensatz zu vielen anderen Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften. Warum? Das Wochenblatt hat nachgefragt beim EBV-Vorstand Joachim Bode.

Mehrere Wohnungsbaugenossenschaften errichten
attraktiven Wohnraum in der HafenCity, etwa BVE, Altoba und Fluwog/Nordmark. Der Eisenbahnbauverein Harburg hält sich offenbar raus. Warum?

Wir haben uns bislang wegen der wesentlich höheren Baukos-ten aus der Hafencity rausgehalten.

Ist der EBV nur in Harburg oder auch auf der anderen Seite der Elbe aktiv?
Wir sind auch auf der anderen Elbseite – im Norden Hamburgs – aktiv. Zum Beispiel haben wir uns schon häufiger im Rahmen von Konzeptausschreibungen um öffentliche Grundstücke beworben, aber leider sind wir noch nie berücksichtigt worden oder haben immer nur zweite Plätze belegt – nie den
ersten. Eine Ausschreibung läuft derzeit noch!
Unsere Wohnungsbestände liegen derzeit in Uhlenhorst und Barmbek-Süd. Grundsätzlich würden wir überall in Hamburg und Umgebung bauen und uns ausbreiten.

Welche Neubauvorhaben stehen in 2016 beim EBV auf dem Programm?
Unser diesjähriges Wohnungsneubauprogramm: 21 Wohneinheiten in der Fried-rich-List-Straße 2 c/d, Fertigstellung Dezember 2016; acht Wohneinheiten in der Roseggerstraße 8, Baubeginn Mitte 2016, acht Wohneinheiten in der Schumannstraße 43, Baubeginn Mitte 2016.

Wird der EBV in Wilstorf eine zweite Eisspeicherheizung bauen?
Wir lassen derzeit im Rahmen des KfW-Programms „Energetische Stadtsanierung“ ein Quartierskonzept in Zusammenarbeit mit der Umweltbehörde für unsere Wohnungsbestände Radicke-/Jäger-/Höpenstraße, Reeseberg – rund 400 Wohneinheiten – erarbeiten. Hierbei werden verschiedene Lösungen untersucht, die alle zu einer besseren energetischen Gesamtsituation führen sollen.
Da wir mit dem bisherigen Betriebskosten unserer Eisspeicherheizung sehr zufrieden sind, ist es nicht ausgeschlossen, dass wir hier eine zweite Eisspeicherheizung zum Einsatz bringen. Aber die Entscheidung wird erst nach Vorliegen des Abschlussberichtes vom Quartierskonzept (Mai/Juni 2016) getroffen.
Eine erste öffentliche Informationsveranstaltung über die verschiedenen Varianten und Möglichkeiten in dem Quartier wird es am 10. Februar um 18.30 Uhr in der Gaststätte „Olympia Rönneburger Park“, Küstersweg 15, geben.
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