Barriere im Binnenhafen

Der Durchgangsverkehr macht es Fußgängern schwer, tagsüber die Straße Kanalplatz zu überqueren. Foto: pa

Das neue „Zentrum“ am Kanalplatz ist zu Fuß nur schwer zu erreichen - das wird in den nächsten Jahren auch so bleiben

Von Jan Paulo.
Mit dem Kanalplatz hat der Bezirk einiges vor. Eine Uferpromenade, ein Baumhain, Tribünen für Veranstaltungen, vielleicht sogar eine Fußgängerbrücke über den Lotsekanal sollen das neue gestaltete Zentrum des Binnenhafens ausmachen, wenn die Bauarbeiten erst einmal fertig sind.
Um dieses Zentrum, wo schon jetzt die Kulturwerkstatt und die Messtechnik Hamburg residieren, zu Fuß zu erreichen, braucht man einstweilen eine Menge Geduld - und wohl auch ein wenig Mut. Denn von morgens früh bis beinahe 20 Uhr machen Pkw und der Lkw-Durchgangsverkehr die Straße Kanalplatz zu einer schwer überwindbaren Barriere.
Eine Ampel gibt es hier nicht. Nur etwas weiter westlich führt ein provisorischer Zebrastreifen über den Veritaskai, wie die Hauptverkehrsstraße dort heißt. Ein Fußgängerüberweg am Kanalpatz ist dagegen noch nicht einmal geplant. „Um die Straße zu entlasten, haben wir ja den Bebauungsplan Harburg 63“, erklärt Bezirksamtsmitarbeiterin Beatrice Göhring.
Die Planer vom Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) wollen die Seevestraße verlegen und dadurch den Lkw-Durchgangsverkehr von der Achse Neuländer Straße – Veritaskai – Kanalpatz – Bohmstraße Richtung Süden, also zum Karnapp – Seevestraße – Hannoversche Straße, verlagern. Erste Details hat der Stadtplanungsausschuss der Harburger Bezirksversammlung bereits der Öffentlickeit vorgestellt.
Damit wäre das Verkehrsproblem am Kanalplatz also in naher Zukunft gelöst, könnte man meinen. Doch der Hamburger Senat hat seine eigene Prioritätenliste. „Vorrang haben erst einmal Erhalt und Sanierung der bestehenden Straßen in der Stadt“, stellt Susanne Meinecke, die Sprecherin der Wirtschaftsbehörde, klar. „Mit der Umsetzung des Bebauungsplans Harburg 63 wird es in dieser Legislaturperiode nichts.“ Und die Legislaturperiode endet 2015. Mindestens solange bleibt der Weg über den Kanalplatz für Fußgänger kein leichtes Unterfangen.
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