Bald wird gewählt

Die Einteilung der Wahlkreise im Bezirk Harburg mit Namen und Ortteilnummer. Striche markieren die Grenzen: schwarz die Wahlkreise, grau die Stadtteile, gestrichelt die Ortsteile. Foto: pr

Bezirkswahl am 25. Mai 2014: Ergebnis wird erst nach zwei Tagen feststehen

In fünf Monaten, am 25. Mai 2014, werden in Hamburg die sieben Bezirksversammlungen gewählt. Erstmals nicht zusammen mit der Bürgerschaft, dafür aber zeitgleich mit der Europawahl. Ob die SPD in Harburg wieder die absolute Mehrheit holt? Nach der Wahl ist auf jeden Fall Geduld gefragt. Denn das Ergebnis der Bezirkswahl wird erst nach zwei Tagen feststehen. Zuerst muss die Europawahl ausgezählt werden.
Die Harburger Bezirksversammlung hat 51 Sitze. 30 Sitze werden über die acht Wahlkreise vergeben, 21 Sitze über die Bezirksliste. Das Wahlrecht gleicht dem der letzten Bürgerschaftswahl. Die knapp 120.000 Harburger Wähler haben für ihren Wahlkreis und für die Bezirksliste jeweils fünf Stimmen.
Die Harburger Verwaltung wird am 25. Mai auf eine harte Probe gestellt. 109 Wahllokale müssen im Bezirk eingerichtet werden. „Um die 1.200 Wahlhelfer werden im Einsatz sein“, sagt Klaus-Peter Schimkus, Harburgs Stellvertretender Bezirkswahlleiter. Damit alles reibungslos klappt, werden die Wahlhelfer geschult. Allerdings nicht alle 1.200, sondern nur die Wahlvorsteher und deren Stellvertreter.
Die Wahl zum EU-Parlament wird noch am Wahlabend ausgezählt, die Bezirksversammlungswahl am Montag. Schimkus: „Wie Praxis-tests gezeigt haben, wäre die Auszählung beider Wahlen noch am Wahlabend in vielen Wahlbezirken nicht mehr zu schaffen.“
Bei der letzten Bürgerschaftswahl hatte die Verwaltung für das langwierige Auszählen der Stimmen extra Räume angemietet. Wie sieht’s diesmal aus? Für weniger als 20 Wahlvorstände muss vermutlich ein Ausweichstandort gefunden werden. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir mit einem wesentlich kleineren Standort auskommen werden, als dies 2011 mit dem Phoenix-Verwaltungsgebäude der Fall war“, so Klaus-Peter Schimkus.
Die Ausgabe falscher Stimmzettel hatte 2011 dazu geführt, dass für zwei Harburger
Wahllokalen per Gerichtsentscheid eine Nachwahl angeordnet wurde. Wie kann eine Wiederholung dieses Super-Wahl-GAUs verhindert werden? Die Verwaltung hat hierfür noch keine sichere Lösung gefunden. Auf jeden Fall werden die Wahlkreisnummern auf allen Unterlagen und Stimmzetteln deutlich hervorgehoben.


Bei der Bezirkswahl gibt es in Harburg acht Wahlkreise: Harburg/Neuland/Gut Moor (Wahlkreis 1, 4 Sitze), Wilstorf (WK 2, 3 Sitze), Rönneburg/Langenbek/Sinstorf/Marmstorf (WK 3, 4 Sitze), Eißendorf (WK4, 5 Sitze ), Heimfeld (WK5, 4 Sitze), Neugraben-Fischbek Ost/ Moorburg/Altenwerder/Francop/Neuenfelde/Cranz (WK6, 4), Hausbruch (WK7, 3 Sitze) sowie Neugraben-Fischbek West (WK 8, 3 Sitze).
Die Parteien stellen in jedem Wahlkreis Kandidaten auf. Die Kandidaten müssen im Bezirk, aber nicht im Wahlkreis wohnen. Auf der nötigen Wahlkreismitglieder-Versammlung dürfen aber nur die Parteimitglieder über die Kandidaten abstimmen, die auch im Wahlkreis wohnen. Für kleine Parteien ein großes Problem. So haben die Grünen in Wilstorf nur drei Mitglieder, in den Wahlkreisen 3 und 8 jeweils 5.


Die Bezirksliste der Harburger CDU wird vom Kreisvorsitzenden und Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer angeführt. Auf den weiteren Plätze folgen Antje Jaeger, Rainer Bliefernicht, Florian Klein, Martin Hoschützky und Michael Hagedorn. Auf eine erneute Kandidatur verzichtet haben Ernst Hornung, Siegfried Bonhagen und Treeske Fischer.
Im Wahlkreis 1 treten für die CDU auf den ersten Plätzen Helga Stöver und Karlheinz Schneider an. Im Wahlkreis 2 kandidieren Michael Schäfer und Marko Neuwirth, im Wahlkreis 3 Rainer Bliefernicht und Jan Friedrich. Weitere Kandidaten: Uwe Schneider, Jens Ritter (Wahlkreis 4), Christian Schulz, Martina Schneider (Wahlkreis 5), Lars Frommann, Werner Timmann (Wahlkreis 6), Robert Timmann, Gerhard Diercks (Wahlkreis 7), Brit-Meike Fischer-Pinz, Berthold von Harten (Wahlkreis 8).
Bei der SPD möchte der Kreisvorsitzende Frank Richter künftig in der Bezirksversammlung mitmischen. Allerdings wurde er von seinen Parteifreunden im Wahlkreis Heimfeld nur auf Platz 4 gewählt. Vor ihm rangieren Claudia Loss, Michael Dose und Dagmar Overbeck. Weitere SPD-Kandidaten: Peter Bartels, Anna-Lena Bahl, Jan-Philipp Schucher (Wahlkreis 4), Holger Böhm, Pinar Aba (Wahlkreis 6), Manfred Schulz, Beate Pohlmann (Wahlkreis 7), Arndt Wiese, Jasmin Hilbring (Wahlkreis 8).
In den Wahlkreisen 1, 2 und 3 werden die SPD-Kandidaten erst im Januar aufgestellt. Die Bezirksliste folgt Ende Februar.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.