Bald wieder Leben auf der Freilichtbühne?

Das hat Spaß gemacht: Party im Stadtpark mit Poetry Slam und Fräulein Menke. Foto: mag

Hamburg Kreativ Gesellschaft soll Ideen für die Nutzung des Schmuckstücks
im Stadtpark entwickeln

Von Andreas Göhring.
Sie ist für 125.000 Euro saniert worden – und doch darf die schmucke Freilichtbühne im Stadtpark an der Außenmühle nur eingeschränkt genutzt werden. Anwohner waren auf die Barrikaden gegangen, weil dort vor allem Techno-Parties angesetzt wurden. Deren hämmernde Bässe ließen auch die letzte Tasse in den benachbarten Geschirrschränken tanzen.
Ideen für andere Veranstaltungen waren rar, und die legendären Parties mit dem Motto „Keine Knete – trotzdem Fete“ scheiterten unter anderem an der Auflage, nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen „elektrisch verstärkte Musik“ zu machen. Ist das Geld für die Sanierung also zum Fenster hinausgeschmissen worden?
Nicht ganz. Jetzt gibt es Hoffnung, und die heißt Hamburg Kreativ Gesellschaft (HKG). Diese städtische Einrichtung soll die Kreativen in der Stadt fördern und – wenn es geht – für sie sogar wirtschaftliche Perspektiven entwickeln. Denn nach Ansicht des Senats ist die „Kreativwirtschaft einer ihrer zukunftsfähigen und innovativsten Wirtschaftszweige.“
Dr. Katja Wolframm von der HKG hat jetzt im Kulturausschuss der Bezirksversammlung berichtet, wie sie die Freilichtbühne im Wilhelmsburger Inselpark belebt hat. Sie selbst ist natürlich nicht aufgetreten, aber sie hat die Kontakte der Kreativ Gesellschaft genutzt und Veranstalter von Konzerten, Lesungen, Filmvorführungen und Performances für Auftritte gewonnen.

Risiko bei Events
unter freiem Himmel

Und das soll jetzt auch in Harburg über die Bühne gehen. Die Bezirksversammlung hat die HKG jetzt offiziell beauftragt, Katja Wolframm kann jetzt loslegen. Heiko Langanke, Sprecher der Harburger Kulturinitiative „SuedKultur“, ist vorsichtig optimistisch: „Die Harburger Klubszene ist ja durchaus aktiv. Wer Musik hören will, findet ja eigentlich immer etwas. Aber die Klubs sind erst einmal froh, wenn sie selbst finanziell über die Runden kommen.“
Veranstaltungen auf einer Freilichtbühne sind immer
riskant und kostspielig. Man müsse beim Wetter immer mit dem Schlimmsten rechnen, außerdem müsse man das gesamte Equipment wie Verstärker, Lautsprecher und vieles mehr mitbringen. Langanke: „Trotzdem: Jeder Versuch, in Harburg Kultur zu machen, ist positiv.“
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