Bald kommt Argus

Das Messfahrzeug „Argus“ ist auf Eimsbüttels Straßen unterwegs, um den Zustand der Pisten zu erfassen. In Harburg verlässt man sich auf die Angaben der Straßenwarte. Foto: TÜV Rheinland Schniering GmbH

TÜV-Messwagen soll Zustand der Straßen erfassen

Ob in Altona, Bergedorf oder Harburg: Der Zustand des Hamburger Straßennetzes ist in allen Bezirken verbesserungswürdig. Um festzustellen, auf welchen Pisten der Asphalt bröckelt und wo Gefahren durch Schlaglöcher lauern, sind in Harburg Wegewarte unterwegs. Im Bezirk Eimsbüttel wird diese Aufgabe gerade von „Argus“ erledigt, einem vom TÜV Rheinland entwickelten Messwagen.
Der Bezirk Harburg muss sich um 326 Kilometer Bezirksstraßen kümmern. Zusätzlich um den Unterhalt von 76 Kilometer Hauptverkehrsstraßen. Für größere Sanierungen an Hauptstraßen ist der Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer verantwortlich. „Der Zustand der Bezirksstraßen wird im Bezirk Harburg visuell durch die acht Wegewarte erfasst“, erklärt Bezirksamtssprecherin Beatrice Göhring.
Eimsbüttel setzt auf den TÜV-Messwagen. In diesen Tagen geht „Argus“ auf seine 275 Kilometer lange Scantour. Das orangefarbene Fahrzeug ist mit 34 Laserdistanz-Sensoren ausgestattet, die während der Fahrt die Straße abtasten. Gleichzeitig wird eine Foto- und Videodokumentation der Straßenoberfläche erstellt. Einzelne Abschnitte bekommen dann jeweils Schulnoten – von eins (sehr gut) bis fünf (sehr schlecht). Das Bezirksamt will die Daten nutzen, um zukünftige Reparaturen und Sanierungen besser zu planen. In einem Abstand von zwei bis drei Jahren sollen die Straßen erneut mit „Argus“ abgefahren werden. Kosten für den einmaligen Komplettscan: Knapp 40.000 Euro.
Warum verzichtet Harburg auf diese „Argus-Augen“? Beatrice Göhring: „Die Daten sollen künftig in allen Bezirken digitalisiert werden. Eimsbüttel hat mit dem Einsatz des Messwagens den Anfang gemacht. Wann Harburg drankommt, steht noch nicht fest.“
Eingespart werden die Wegewarte durch den TÜV-Messwagen nicht. Sie sollen weiterhin täglich unterwegs sein, um Schäden zu ermitteln.
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