Aus Horst, dem Sozialen, wurde Horst, der Schweigsame

Der große Moment: „Horst der Soziale“ (l.) begrüßt seinen Wettpartner. Radiomoderator Carlo von Tiedemann. Foto: mag

Rund 1.000 Besucher kamen zur Marmstorfer Teichwette

Von Marion Göhring
Minus vier Grad Celsius und leichtes Schneegrieseln – da ist es außerhalb der vier Wände schon ziemlich ungemütlich. Deshalb hatten die gut 1.000 Zuschauer bei der Marmstorfer Teichwette auch volles Verständnis, dass die beiden Wettpartner ein wenig schummelten: Der amtierende Marmstorfer Schützenkönig „Horst der Soziale“ und Kultmoderator Carlo von Tiedemann trafen sich nicht genau in der Mitte des Feuerwehrteiches, sondern ein wenig „ab vom Schuss“.
Da sie sich aber „trockenen Fußes“ die Hände schüttelten, war die wichtigste Bedingung der Wette erfüllt – und alles war in Ordnung. „Horst der Soziale“ – besser bekannt als Horst Krämer, langjähriger Harburger DGB-Vorsitzender, Vorsitzender der Bezirksversammlung Harburg und SPD-Bezirksabgeordneter – hatte sich gut auf das Treffen vorbereitet. Auf seinem Eigenbau-Floß waren ein Tisch, zwei Gläser und eine Flasche Klarem platziert.
Carlo von Tiedemann, den nach einem abwechslungsreichen Leben mit Höhen und Tiefen eigentlich nichts mehr schrecken sollte, war beim Anblick seines Floßes dann doch etwas mulmig. Als ihm dann aber dämmerte, dass er aus dieser Geschichte nicht mehr herauskam, schipperte er mutig über den Teich.
Wo ihn Krämer schon erwartet, der angesichts des berühmten und auch für allerlei Scherze berüchtigte Moderators und seines Mikrofons zu „Horst, dem Schweigsamen“ wurde. Er wollte lieber gar nichts mehr sagen – wohlwissend, dass ganz Norddeutschland über NDR 90,3 im Radio am Geschehen in Marmstorf teilnahm.
Wie in jedem Jahr war die Marmstorfer Teichwette wieder ein Treffpunkt für alle, die am Sonntagvormittag schon auf den Beinen sind. Selbst der Pastor der benachbarten Kirche soll seine Predigt diesmal besonders kurz gehalten haben. Und auch die Politik ließ sich blicken: Mehrere Bürgerschaftsabgeordnete wurden gesehen, dazu jede Menge Bezirksabgeordnete. Für den CDU-Fraktionsvize Rainer Bliefernicht war das Ganze sogar ein Heimspiel. Das Spektakel fand vor seiner Haustür statt, und er hatte es gemeinsam mit seinen Jungs vom Marmstorfer Schützenverein auch auf die Beine gestellt.
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