Aus für den Beachclub am Veritaskai

Senat will Bezirk anweisen, die Fläche entsprechend dem geltenden B-Plan zu nutzen - Bebauung mit 65 Meter hohem Gebäude möglich - Bürgerbegehren ausgehebelt

Die Entscheidung scheint gefallen. Heiko Hornbachers Beachclub erlebt seine letzten Tage am Veritaskai. Auf diesem Gelände wird, so sieht es der Bebauungsplan vor, ein 65 Meter hohes Gebäude entstehen. Der Senat will die Harburger Verwaltung anweisen, diesen B-Plan nicht zu verändern. Das aktuelle Bürgerbegehren, das einen Verbleib des Beachclubs erreichen möchte, würde ins Leere laufen.
Zur Erinnerung: Eigentümer der Fläche ist die Stadt. In die Verlagerung des hier ehemals ansässigen Schrotthandels, ein wichtiger Grundstein für die Entwicklung des Binnenhafens vom Industrie- zum Wohnquartier, hatte die Stadt bereits mehrere Millionen Euro investiert. Beim Verkauf an einen Investor würde zumindest ein Teil dieser Summe wieder in die Hamburger Kassen fließen.
Der geltenden Plan, der am Veritaskai diese Bebauung zulässt, wurde von der Harburger Bezirksversammlung verabschieder. „Einvernehmlich“, erinnert sich Jürgen Heimath (SPD). Auch wurde das Gelände dem Beachclub nie als dauerhafte Bleibe angeboten. Es stand fest, dass es sich um eine befristete Lösung handeln sollte.
Doch für Nils Kreller, einen der Mitinitiatoren des Bürgerbegehrens, ist klar: „„Ein Beach Club an dieser Stelle ist von den Harburgern gewollt – das zeigt die große Resonanz auf das Bürgerbegehren. Wenn der Senat nun evozieren will, zeigt dies, was die Harburger diesem Senat wert sind: nichts! Und es zeigt, was von Olaf Scholz Aussage zur Bedeutung der Bürgerbeteiligung zu halten ist: auch nichts.“
Auch die Harburger Grünen und die Linke rücken inzwischen vom Bebauungsplan ab. „Eine Entscheidung über die Grundstücksbebauung darf erst getroffen werden, wenn das Ergebnis des auf den Weg gebrachten Bürgerbegehrens vorliegt“, sagt Kay Wolkau (Grüne). „Alles andere ist eine Missachtung der Menschen, die sich vor Ort engagieren.“
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2 Kommentare
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Andreas Steffes aus Harburg | 20.08.2014 | 13:50  
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Petra Weinstein aus Harburg | 29.08.2014 | 20:01  
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