Ateliers statt Zellen

Werden demnächst Künstler ihre Ateliers in der früheren Polizeiwache Nöldekestraße einrichten? Foto: sl

In der ehemaligen Polizeiwache Nöldekestraße sollen Arbeitsräume für Kreative eingerichtet werden

Seit Ende 2008 steht die frühere Polizeiwache Nöldekestraße leer und gammelt vor sich hin. Jetzt sollen hier Ateliers für Künstler eingerichtet werden. Die städtische Hamburg Kreativ Gesellschaft ist auf der Suche nach Mietern.
Über die künftige Nutzung des alten Polizeikommissariats 45 war in der Vergangenheit heftig spekuliert worden. „Es gab mal die Idee, hier Künstler wohnen und arbeiten zu lassen“, erklärte Bezirksamtsleiter Thomas Völsch, „doch Wohnungen gehen dort gar nicht.“ Zuletzt plante der Eisenbahnbauverein Harburg (EBV), hier ein Kulturzentrum aufzubauen. Das Vorhaben scheiterte, auch weil die Stadt das Gebäude nicht vermieten, sondern lieber für zwei Millionen Euro verkaufen wollte.
Inzwischen hat sich die Einstellung geändert, eine Vermietung ist möglich. Im Auftrag der Stadt untersucht die Hamburg Kreativ Gesellschaft, ob Existenzgründer, Unternehmer oder interessierte Einzelpersonen aus dem kreativen Bereich an einem Umzug nach Harburg interessiert sind. Ein Argument für den Standort nennt Thomas Völsch: „Hier müssen keine marktgerechten Mieten genommen werden.“
„Die genaue Ausgestaltung der Mietkonditionen steht noch nicht fest“, sagt Patrick Solar (Hamburg Kreativ Gesellschaft), „der Vermieter (die Stadt) stellt sich eine Grundmiete von circa 5,00 Euro netto/kalt pro Quadramtmeter zuzüglich Nebenkosten vor.“
Angeboten werden fast 50 Räume zwischen 8 und 45 Quadratmetern. Insgesamt stehen vier Geschosse plus Kellergeschoss zur Verfügung. Patrick Solar: „Die Räumlichkeiten sind in einem verhältnismäßig guten Zustand und könnten in kürzester Zeit bezogen werden.“ Mietverträge können bis zu fünf Jahren laufen.
Zu einem ersten Besichtigungstermin kamen fast 50 Interessenten - nicht nur aus Harburg, auch aus anderen Hamburger Bezirken. Bis Mitte Oktober geht die Mietersuche weiter. Wenn die Nachfrage dann groß genug ist, kann das Harburger Kreativ-Projekt starten.


Hamburg Kreativ Gesellschaft
Die 2010 gegründete Hamburg Kreativ Gesellschaft, eine Einrichtung der Stadt Hamburg, soll die Kreativwirtschaft in der Stadt fördern - ein in dieser Form bundesweit einmaliges Modell.
Umfasst werden die Bereiche Software / Games, Buch, Presse, Rundfunk, Film, Darstellende Künste, Kunst, Musik, Werbung, Design und Architektur. Eine der zentralen Aufgaben der Kreativ Gesellschaft ist die Vermittlung von geeigneten Räumen und Immobilien.
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15 Kommentare
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andreas breunig aus Harburg | 23.08.2012 | 14:38  
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Manfred Hagel aus Harburg | 26.08.2012 | 09:56  
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andreas breunig aus Harburg | 26.08.2012 | 11:19  
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Manfred Hagel aus Harburg | 26.08.2012 | 12:38  
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andreas breunig aus Harburg | 26.08.2012 | 17:21  
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Manfred Hagel aus Harburg | 26.08.2012 | 21:08  
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andreas breunig aus Harburg | 26.08.2012 | 23:09  
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Manfred Hagel aus Harburg | 26.08.2012 | 23:29  
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andreas breunig aus Harburg | 27.08.2012 | 10:25  
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Herzog Otto aus Harburg | 27.08.2012 | 14:32  
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andreas breunig aus Harburg | 27.08.2012 | 15:09  
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Manfred Hagel aus Harburg | 29.08.2012 | 00:46  
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andreas breunig aus Harburg | 29.08.2012 | 01:28  
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Manfred Hagel aus Harburg | 29.08.2012 | 22:41  
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andreas breunig aus Harburg | 30.08.2012 | 00:39  
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