Anwohner genervt: Studenten feiern zu laut

Wenn an lauen Partynächten in und vor dieser Baracke durstige Studenten „Stress abbauen“, bekommen die nahen Anwohner in der Kasernenstraße kein Auge zu. Foto: koz

Lärmbelästigung in der Kasernenstraße: Problem seit einem Jahr bekannt - passiert ist nichts

Von Steffen Kozieraz.
Auch an der Technischen Universität Harburg wird mal gefeiert. Der akademische Nachwuchs hat sich dafür die Holzbaracke an der Ecke Kasernenstraße/ Schwarzenbergstraße ausgesucht. Nach Ansicht einiger Anwohner übertreiben es die Studenten mit ihren Partys. „Es wird nachts derart gelärmt, dass für uns als Nachbarn kein ruhiges Schlafen möglich ist,“ heißt es in einem Brief, den 18 Anwohnern an den TU-Präsidenten Professor Garabed Antranikian geschickt haben.
„Wir sind tolerant. Mal feiern ist in Ordnung,“ erklärt eine genervte Anwohnerin. Doch gehe das manchmal täglich von Dienstag bis Sonntag, teils bis fünf Uhr morgens. „Die stellen die Boxen raus, trinken Bier und grölen,“ schildert ein weiterer Nachbar die Situation.
Schon vor Jahren habe es hier ein Lärmproblem durch feuchtfröhliche feiernde Studenten gegeben, weiß auch der bürgernahe Polizeibeamte Hans-Peter Hinrichsen. Anzeigen wegen Ruhestörung gab es hier häufiger. „Zuletzt am Pfingstmontag“, bestätigt Hinrichsen.
Auf Anfrage wollten sich weder die TU-Sprecherin noch der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) zu diesem Thema äußern. Dabei existiert genau in dieser Sache ein versöhnlich klingender Vordruck vom AStA-Vorstand, in dem es heißt: „Da uns das Anliegen wichtig ist, lädt der AStA die Anwohner der Kasernenstraße an einen Runden Tisch ein, wo ein Vertreter des Präsidiums, des AStAs und die Anwohner die Möglichkeit haben offenkundig über anliegende Probleme zu sprechen.“
Das Problem: Der Vordruck stammt aus dem Sommer 2011 und enthält als Maßnahme der Uni unter anderem folgenden Punkt: „Die Fenster müssen ab 22 Uhr geschlossen bleiben und der Aufenthalt außerhalb der Baracke ist nur auf der westlichen Seite gestattet.“ Schön aufgeschrieben, doch ist Papier ist bisweilen geduldig.
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5 Kommentare
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Jimmy Gibbs, Jr. aus Harburg | 14.06.2012 | 12:24  
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Steffen Kozieraz aus Heimfeld | 18.06.2012 | 14:16  
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Marco Berger aus Harburg | 20.06.2012 | 13:03  
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Steffen Kozieraz aus Heimfeld | 21.06.2012 | 12:15  
15
Marco Berger aus Harburg | 21.06.2012 | 13:52  
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