Angelique will nach Peru

Die 18-jährige Angelique Levknecht möchte ein Jahr lang in Peru arbeiten. Foto: sl
Momentan steckt Angelique Levknecht noch bis über beide Ohren in den Vorbereitungen für das Abitur. Wenn alles klappt, will sie Anfang August in ein Flugzeug nach Lima steigen. Die 18-jährige Harburgerin plant ein freiwilliges Jahr in Peru. Inkas, Anden und gegrillte Meerschweinchen? „Nee, ich glaube Meerschweinchen möchte ich nicht so gern probieren“, sagt Angelique und zieht die Nase kraus. „Aber mal abgesehen davon ist Peru ein superspannendes Land. Dort gibt es Berge, Wüste und Regenwald.“
Ein Jahr will die Abiturientin dort bleiben und arbeiten. Organisiert wird die Reise von der der Organisation AFS, die seit Ende des Zweiten Weltkrieges den Austausch von jungen Menschen in der ganzen Welt vermittelt.
Die jungen Leute wohnen in Gasfamilien und arbeiten an sozialen Projekten mit. Für Angelique steht die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ganz oben auf ihrer Wunschliste. „Ich war lange bei den Pfadfindern und habe dort auch eine Jugendgruppe geleitet“, berichtet sie. Zwei Praktika in einer Grundschule und eines in einer Kita haben sie bestärkt darin, dass sie am liebsten mit Kindern arbeiten möchte. „Ich habe auch schon überlegt, ob ich nach der Schule ein Studium auf Grundschullehramt anfange“, sagt sie. „Aber so richtig klar bin ich damit noch nicht.“
Die Idee, nach Peru zu fahren, entstand in der Schule. „Wir sollten ein Referat über ein lateinamerikanisches Land unserer Wahl halten, und je mehr ich mich mit diesem Land beschäftigt habe, desto mehr wollte ich dorthin“, strahlt sie.
Finanziert wird die Reise zu großen Teilen vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Aber die Jugendlichen müssen auch etwas tun. „In meinem Vertrag steht, dass ich mir einen Förderkreis aufbauen soll“, erklärt Angelique. „25 Prozent der Reise muss ich selber zahlen. Das sind 1.650 Euro. Aber es ist nicht erwünscht, dass ich einfach meine Verwandten frage, ob sie mir das Geld schenken. Sondern ich muss Sponsoren finden. Das finde ich zwar richtig, aber gleichzeitig auch sehr schwer, fremde Menschen um Geld zu bitten.“ Wer helfen möchte, kann Angelique unter angelique_levknecht@web.de erreichen.
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