Am Sand: So wird der Wochenmarkt noch schöner

So könnte es am Rand des Wochenmarkts aussehen: Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. (Foto: Grafik: pr)

Bezirksamt stellt neue Ideen vor, Marktbeschicker murren

von MARION GÖHRING, HARBURG
Es fällt schwer, sich im nasskalten Februar für die neues-ten Pläne des Bezirksamts für den Harburger Wochenmarkt zu erwärmen: Unter anderem soll die Stichstraße, die zu einem Wendehammer vor dem Fischladen von Mimi Kirchner führt, aufgehoben und dafür Sitzgelegenheiten aufgestellt werden. „Das wird die Aufenthaltsqualität auf dem Sand sicher deutlich erhöhen“, warb Heinz-Jürgen Rook vom Dezernat Bauen, Wirtschaft, Umwelt, der im Stadtplanungsausschuss seine Ideen vorstellte.
Ein Straßencafé soll demnach den Wochenmarkt „wohnlicher“ machen. An der Ostseite des Marktes könnte zudem eine neue, barrierefreie öffentliche Toilette eingerichtet werden, über deren Standort Harburg nun schon seit zwei Jahren diskutiert. Rook: „Ob man es glaubt oder nicht: Wo öffentliche Toiletten sind, ist auch gleich mehr los, sie sind ein Frequenzbringer!“ Vielleicht finde sich ein Investor, der an der Stelle Fastfood anbieten und gleich auch die Toilette bauen könnte. Auch die Müllbehälter nebenan würden dann nicht mehr stören. Sie sollen unter die Erde verlegt werden. Zu sehen seien dann nur schmale Säulen für den Einwurf des Mülls.
Schließlich soll der Wochenmarkt für die Kunden noch bequemer zu erreichen sein. Die Marktbeschicker müssten dafür den Parkplatz an der Nordseite des Sands aufgeben, ihre Lieferwagen sollen sie dann unter der Seehafenbrücke abstellen. Rook: „Da sind sie zu Fuß nur fünf bis sieben Minuten unterwegs.“ Das Gemurre der Marktleute über diese Lösung ist allerdings schon jetzt nicht zu überhören. „Einige Händler müssen im Laufe des Vormittags frische Ware herbeischaffen“, sagt Henner Schönecke, Sprecher der Marktleute. Man könne von ihnen kaum verlangen, dass sie ihre Kisten zu Fuß durch Harburg schleppen. „Da wird es wohl individuelle Lösungen geben müssen“, so Schön-ecke.
Und was ist, wenn die Leute vom Rat-hausplatz die neuen Sitzgelegenheiten am Sand nutzen und dann lieber dort trinken und herumgrölen?, wollte Ralf-Dieter Fischer (CDU) wissen. Rook: „Wir werden ein Alkoholverbot anordnen. Auf dem Wochenmarkt ist das möglich. Auf dem Rathausplatz dagegen nicht, denn er ist als öffentliche Grünanlage gewidmet.“
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