Alle(s) in einem Boot: Bildung, Sport und Umwelt

Spatenstich mit Baggerschaufel: Jürgen Bitsch (Neuland Beton, von li.), Manfred Müller (Angelsportverein Harburg-Wilhelmsburg), Michael Mahncke-Iwe (Wassersportgemeinschaft Neuländer See) und Sören Schuhmacher (Segelvereinigung Sinstorf) hoffen, dass im September des kommenden Jahres die ersten Gebäude stehen. Foto:ast

Grundsteinlegung für das Wassersportzentrum am Neuländer See

Wasser von unten, Wasser von oben! Ohne Gummistiefel und Regenschirm ging an diesem Morgen gar nichts. Dennoch waren viele Gäste gekommen, um die Grundsteinlegung für das Wassersportzentrum am Neuländer See mit zu erleben. Schließlich hatte es fast elf Jahre gedauert, bis Ideen und Pläne ausgereift, alle Gelder eingeworben und zahlreiche Hürden überwunden waren.
„Zuletzt haben wir noch einmal fast ein Jahr darauf gewartet, dass der Kampfmittelräumdienst die Fläche frei gibt“, erklärt Manfred Müller, Erster Vorsitzender des Angelsportvereins Harburg-Wilhelmsburg. Manches habe sich aber auch schnell und unbürokratisch lösen lassen. „Zum Beispiel, dass wir Strom und Wasser von Neuland-Beton bekommen.“
Jetzt kann es jedenfalls losgehen mit einem einzigartigen Projekt in Hamburgs Süden: auf einer Fläche von 11.000 Quadratmetern entstehen sechs Gebäude, darunter ein Bootshaus, ein Pavillon für die Segler, ein Doppelpavillon für die Angler und ein „Grünes Klassenzimmer“.
Das Wassersportzentrum wird nämlich zukünftig auch Hamburger Schulen offen stehen. So könnten nach dem Biologie-Unterricht nicht nur die Sportstunde im Ruderboot absolviert, sondern am Nachmittag auch noch die Angebote der Vereine genutzt werden. Aber auch der ökologische Gedanke spielt beim Neubau der Anlage eine große Rolle: Neben Dachbegrünung, Photovoltaik und einer Pelletheizung wird es auch eine Kleinkläranlage geben.
Um das Projekt auf die Beine zu stellen, hatte sich der Trägerverein„Wassersportgemeinschaft Neuländer See“ gegründet. Hier engagieren sich Vertreter des Angelsportvereins und der Segelvereiningung Sinstorf. Aber auch die Schulbehörde sitzt mit im Boot. „Gerade die Behörden haben uns immer wieder den entscheidenden Tipp gegeben, wenn es mal nicht weiterging“, sagt Michael Mahncke-Iwe, Erster Vorsitzender des Trägervereins.
Die 900.000 Euro, die der Bau kostet, kommen aus den Töpfen der Schulbehörde, der Behörde für Inneres und Sport, der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, sowie der Bezirksversammlung.
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