Alle wollen in der Schule bleiben

Schulleiter Andreas Wiedemann freut sich, dass die Schule In der Alten Forst der größte GBS-Standort in Hamburg ist. Foto: sl
SABINE LANGNER, HARBURG
„Ich kann mit meinen Freunden jeden Tag spielen, und das ist cool.“ Lasse ist acht Jahre alt, geht in die zweite Klasse der Schule In der Alten Forst und konnte das Ende der Ferien kaum abwarten. Im letzten Jahr musste er nach der Schule direkt nach Hause gehen. Jetzt haben ihn seine Eltern für die Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen, kurz GBS, angemeldet. Für ihn bedeutet das Morgens in die Schule gehen, ein gesundes Mittagessen bekommen, gemeinsam Hausaufgaben machen und dann noch zwei Stunden Fußball spielen oder trommeln. Für die Eltern bedeutet das eine kostenlose Betreuung ihres Sohnes bis 16 Uhr.

Als eine der ersten Grundschulen in Hamburg hat die Eißendorfer Schule schon jetzt die GBS umgesetzt. Pflicht wird dieses Konzept für alle Schulen erst ab 2015. Dass diese Idee offenbar einen Nerv trifft, beweisen die Anmeldezahlen: Von den rund 500 Schülern der Grundschule haben sich 307 für die Nachmittagsangebote entschieden. „Damit sind wir der größte GBS-Standort in ganz Hamburg“, freut sich Schulleiter Andreas Wiedemann.

Als perfekt erwies sich bei der Umsetzung der Idee, dass es ohnehin schon eine Kita auf dem Schulgelände gab. So war es nur ein kurzer Schritt, eine Kooperation zwischen Schule und Kita zu vereinbaren. Jetzt haben die Kinder bis 13 Uhr Unterricht und ab 13 Uhr teilen sich Kita und Schule die Betreuung der Kinder. „Die Eltern entscheiden sich verbindlich, ob sie die Nachmittagsbetreuung für drei, vier oder fünf Tage buchen“ sagt Carolyn Wecken, die von der Kita-Seite das Projekt koordiniert.

15 Erzieherinnen und sechs Honorarkräfte aus der Kita sowie noch mal rund 20 Honorarkräfte von Seiten der Schule bieten den Kindern ein ausgesprochen vielfältiges Programm an. Die Kinder können wählen zwischen kreativem Schreiben, Töpfern, einer Mädchengruppe, Trommeln und Singen, Boxen und Basketball, Fußball und Hockey, Plattdeutsch und Theater, Schach und Fremdsprachen. Dazu kommen noch Förderkurse für die Kinder, die ein bisschen mehr Zeit brauchen und solche für hochbegabte Kinder. Von 13 bis 16 Uhr ist das Angebot für alle Kinder kostenlos. Wer die Kinder länger in sicherer Obhut wissen will, muss zahlen. Die Höhe richtet sich nach dem Einkommen. Finanziert wird alles von der Schulbehörde.
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3 Kommentare
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Mirko Haas aus Harburg | 23.08.2012 | 09:56  
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Dorothea Metz aus Harburg | 23.08.2012 | 11:03  
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Mirko Haas aus Harburg | 23.08.2012 | 12:52  
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