„Aggressive Reklame“

Muss bald verschwinden: diese Werbetafel in der Lüneburger Straße. Foto: sd

Arabisches Restaurant in der Lüneburger Straße muss Werbetafel bis 21. März abmontieren

Der Fußgängerzone Lüneburger Straße geht’s nicht gut. Man muss kein Sherlock Holmes sein, um dies zu erkennen. Viele Läden stehen leer, die Haspa-Fililale schließt zum 14. März.
In der Lüneburger Straße 25 kämpft ein arabisches Restaurant um Besucher. Auch mit Hilfe einer in fast drei Meter Höhe angebrachten Tafel. Auf ihr werden ständig wechselnd, wie bei einer modernen Bandenwerbung, die Attraktionen der Speisekarte angepriesen - in grellroten großen Buchstaben. Die Werbetafel zieht die Blicke an, sie erfüllt ihren Zweck. Aber sie ist nicht erlaubt, oder, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt, „nicht genehmigungsfähig.“
Bis zum 21. März muss die Tafel abmontiert werden. „Ein Zwangsgeld ist bereits erhoben worden“, weiß Bezirksamtssprecherin Beatrice Göhring.
Entdeckt hatte den Missstand in der Harburger City Martin Hoschützky. „Seit einiger Zeit verunstaltet eine großflä̈chige Laufbandwerbung am Haus Lüneburger Straße 25 die Fußgä̈ngerzone. Diese Form der aggressiven Rotlicht-Reklame (für ein arabisches Restaurant) ist keine Bereicherung und nicht geeignet, die Einkaufszone Lü̈neburger Straße in einem guten Licht erscheinen zu lassen“, formulierte der CDU-Bezirksabgeordnete und schaltete die Verwaltung ein.
Seiner Einschätzung stimmt Citymanagerin Melanie-Gitte Lansmann zu: „Leuchtreklamen dieser Art fügen sich nicht in das Gesamtbild einer Einkaufsstraße und schaden unseres Erachtens eher dem Image.“
Nach Auskunft des Bezirksamtes ist der Fall eindeutig. „Bei der Werbeanlage handelt es sich um eine Wechsellichtanlage“, erläutert Beatrice Göhring, „nach der Hamburgischen Bauordnung sind diese Werbeanlagen von störendem Umfang, von störender Häufung und nur in vom Senat bestimmten Gebieten (Reeperbahn) erlaubt.“ Im SeeveViertel musste eine ähnliche Werbetafel bereits entfernt werden.
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