8.000 Tonnen Bauschutt

Freuen sich über den Baufortschritt: Heiko Hagendorf, Konzeptbetreuer des Umbaus, Polier Ingo Kasten und Haustechniker Andreas Pump (v.l.) – im Hintergrund der Abrissbagger bei der Arbeit. Foto: pr

Umbau Marie Kroos-Stift gestartet - Ende Juli 2013 soll das 3,4 Millionen Euro teure Projekt fertig sein

Der Umbau des Harburger Marie Kroos-Stifts hat begonnen. Ein Teil des in den 50er Jahren erbauten Altenheims wurde jetzt abgerissen. An dieser Stelle wird ein Neubau für drei Wohngruppen mit je elf Bewohnern errichtet. Der rund 3,4 Millionen Euro teure Umbau soll Ende Juli 2013 fertig sein.
Vor dem Abriss war viel Planung nötig: Die vier Bewohner des alten Trakts mussten zunächst nach und nach in freigewordene Appartements des Stifts umziehen. Auch die Verwaltungsräume, der Schwesternstützpunkt und sogar die Waschküche wurden teilweise umgesiedelt.
Um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben, waren Sicherheitsvorkehrungen nötig. So mussten zwischen dem bestehen bleibenden und dem alten Gebäudetrakt Treppen abgestützt werden. Bauleiter Jan Schumacher: „Nach diesen Vorarbeiten wurde der alte Gebäudetrakt komplett entkernt. Nur Stahlbeton und Mauerwerk blieben stehen, alles andere musste raus.“
„Als dann der Bagger das erste Fenster eingedrückt hat, standen wir alle am Zaun“, beschreibt Heiko Hagendorf (Marie Kroos-Stift). Als Staubschutzmaßnahme bewässerten Bauarbeiter zeitgleich das Gelände. Zurück blieben rund 8.000 Kubikmeter Bauschutt.
Inzwischen ist auch dieser fast entfernt - und der Blick am Ehestorfer Weg 148 frei auf die abgesicherte Baugrube für den Neubau.


Was ist geplant?
Im Neubau entstehen drei Wohngruppen für je elf Bewohner: Eine Wohngruppe ist für Menschen mit Demenz, eine andere für Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf vorgesehen. Die dritte Wohngruppe ist allein Schlaganfallpatienten vorbehalten - ein hamburgweit bislang einmaliges Projekt.
In den Wohngruppen hat jeder Bewohner sein eigenes Zimmer mit WC und Bad. Der Alltag soll überwiegend im Wohnraum und der Wohnküche, die zentral in den Wohngruppen liegen, stattfinden. Hier kann zusammen gekocht, gegessen und geklönt werden.
Zwar wird der Neubau erst Ende Juli 2013 fertig, doch bereits jetzt gibt es Anfragen. „Für die Wohngruppe Demenz haben wir mit sieben Anfragen bei elf Plätzen schon mehr als die Hälfte theoretisch belegt. Man muss natürlich immer abwarten, wie sich das letztendlich entwickelt, aber es zeigt, dass der Bedarf hoch ist“, kommentiert Heiko Hagendorf (Marie Kroos Stift).
Das Marie Kroos-Stift am Ehestorfer Weg 148 wurde 1955 erbaut, 1983 und 1996 erweitert und modernisiert. Seit seiner Gründung wird das Stift vom Deutschen Evangelischen Frauenbund (DEF) begleitet, der auch zwei Mitglieder des Vorstands stellt.
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