400 Fichten werden abgeholzt

Auf dem Langenbeker Friedhof droht ein kleiner Baum umzufallen. Das Bezirksamt Harburg will sich kümmern, aber erst sind gefährlichere Bäume dran. Foto: pr

Die Bäume im Landschaftsschutzgebiet drohen umzufallen -
Wiederaufforstung mit Laubbäumen geplant

Die Sturmtiefs Felix und Elon haben ganze Arbeit geleistet. Im Landschaftsschutzgebiet „Marmstorfer Flottsandplatte“ müssen in diesen Tagen auf einer Fläche von knapp 6.000 Quadratmeter alle Fichten gefällt werden. Sie drohen, beim nächsten Wind umzufallen. Auch auf dem Langenbeker Friedhof besteht Handlungsbedarf.
Hintergrund: Der Fichtenbestand (300 bis 400 Bäume) hat auf einer Fläche von knapp 6.000 Quadratmeter am Hempbergerweg/Hitzenbergen nach Auskunft der Bezirksverwaltung bereits 2013 beim Sturm Christian erhebliche Schäden davongetragen.
„Da hierdurch Bäume freigestellt wurden, die bisher nicht windexponiert waren, besteht eine erhebliche Windwurfgefahr“, sagt Bezirksamtssprecherin Bettina Maak etwas verklausuliert, „dieser Windwurf wird sich dauerhaft durch den gesamten Bestand ziehen. Bei dem letzten Sturm ist ein Baum auf die Straße gefallen.“ Um weitere Gefahren abzuwenden, werden deshalb jetzt alle Fichten gerodet.
Erfreulich: Es ist vorgesehen, die Fläche mit standortgerechten Laubbäumen wieder aufzuforsten. Wann? Bettina Maak: „Die Pflanzmaßnahmen werden innerhalb der nächsten zwei Jahre durchgeführt.“
Auch der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) hat keine Bedenken. „Die Maßnahme ist uns konkret nicht bekannt. Grundsätzlich ist es aber meistens sinnvoll, die nicht standortgerechten und aus Artenschutzsicht weniger wertvollen Fichtenbestände durch Laubmischwald zu ersetzen. Dies geschieht meist auf größeren Flächen, da bei partiellen Rodungen oder Durchforstungen das Windwurfrisiko noch steigt“, sagt Hamburgs BUND-Sprecher Paul Schmid.
Auf dem Langenbeker Friedhof ist ein Baum bedrohlich in Schieflage geraten. Wer muss hier handeln? Das Bezirksamt! Bettina Maak: „Der genannte Baum ist bekannt und wird gefällt werden müssen. Da es sich um einen sehr kleinen Baum handelt, besteht keine unmittelbare Gefahr. Vorrangig müssen zunächst die Bäume gefällt werden, von denen eine Gefahr ausgeht.“ Noch sind die Mitarbeiter damit beschäftigt, eine Bestandsaufnahme der Sturmschäden anzufertigen.
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