30. Geburtstag mit kleinen Hindernissen

Gute Laune garantiert bei der Theatertruppe De Nedderdütsche: Klaus Bracker, Wilma Bannek, Horst Voßberg und Christa Reimann (v.li.) freuen sich auf die neue Saison. Foto: sl (Foto: Foto: sl)
Von Sabine Langner.
Mit gewohntem Schwung startet De Nedderdütsche in die neue Theatersaison. Die Komödie „En gode Partie“ unter der Regie von Christian Becker steht diesmal auf dem Spielplan.
Worum geht’s? Eine so gute Partie scheint der Witwer Klaas Prühs (Holger Boelke) auf den ersten Blick allerdings gar nicht zu sein. Er ärgert sich über alles, ganz besonders über seinen spießigen Sohn Reimer (Jörg Dorbeck). Er grantelt und flucht, er schimpft und meckert. Als sich auch noch herausstellt, dass er seinen einzigen Freund Walter (Klaus Bracker), den er einmal in der Woche zum Schachspielen trifft, übers Ohr haut, ist das Maß voll. Das ändert sich allerdings schlagartig, als Sohn Reimer eine neue Haushälterin für seinen Vater engagiert.
Seit 30 Jahren ist die Theatertruppe De Nedderdütsche eine feste Größe in Harburg. Sprungbrett für den Ohnsorg-Theater-Star Sandra Keck und den Regisseur Dirk Vossberg. Ein zweites Zuhause für rund 25 Ensemblemitglieder. Doch momentan ist die Laune auf dem Tiefpunkt. „Es wird immer schwieriger, Termine im Helmssaal zu bekommen“, klagt Theaterchef Horst Voßberg. „Dabei spielen wir seit 30 Jahren in diesem Theater, aber das Altonaer Theater blockiert alles.“
Dazu kommt, dass De Nedderdütsche im Moment heimatlos ist. Jahrelang konnten sie ihre Kulissen und Kostüme im Bauhof am Zündschnurweg lagern. Dort hatten sie auch genug Platz zum Proben. Doch das Gebäude wurde abgerissen und nun hat De Nedderdütsche sich einmal quer durch Harburg verteilt. Ein Teil der Requisiten lagert in der Ebert-Halle. Ein anderer Teil wurde in einem kommerziellen Lager untergebracht. Der Rest liegt in dem leer stehenden Harburg-Center Hier kann die Truppe auch proben.
„Aber auf Dauer ist dieses Hin- und Hergerenne kein Zustand“, sagt Horst Voßberg. Dass der Theatertruppe auch noch der Nachwuchs fehlt, ist bei all diesen Problemen schon fast nur noch Nebensache. Wer Ideen für eine Lösung hat, soll sich bitte bei Horst Voßberg unter Telefon 763 63 24 melden.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.