102.152 Euro für Obdachlosen- Herberge

„Den Ärmsten Wärme schenken“ ­– diesem Ziel hat sich der DRK-Kreisverband mit dem geplanten Harburg-Huus für Obdachlose verschrieben. Foto: Zelck/DRK

Hamburger Spendenparlament
unterstützt Projekt des DRK Harburg

Von Siegmund Borstel. HARBURG.

Das Hamburger Spendenparlament fördert die geplante DRK-Unterkunft für Obdachlose am Außenmühlenweg 10 mit 102.152 Euro. Durch diese ungewöhnlich hohe Spende ist etwa ein Drittel der erforderlichen Investitionskosten für den Umbau des Gebäudes gedeckt. Rund 300.000 Euro sind nach Schätzungen von Experten erforderlich, um das ehemalige Gewerbegebäude so umzubauen und einzurichten, dass dort 15 Übernachtungsplätze – auch für wohnungslose Frauen und Obdachlose mit Hund – und eine Tagesstätte für 20 wohnungslose Menschen entstehen können.
Die DRK-Herberge mit dem Namen Harburg-Huus soll so bald wie möglich und noch in dieser Kälteperiode eröffnet werden. Der ursprünglich angestrebte Termin im Januar wird verstreichen, der erforderliche Bauantrag wurde vom Harburger Bauamt noch nicht bewilligt. Warum? „Nachgeforderte Unterlagen sind erst in der vergangenen Woche eingereicht worden“, sagt Bezirksamtssprecherin Bettina Maak.
Für die Finanzierung der Obdachlosen-Unterkunft ist das Harburger Rote Kreuz auf weitere Spenden und Stiftungsmittel angewiesen. Bislang gibt es keine öffentlichen Gelder des Bezirks oder der Sozialbehörde. „Somit sind wir aber auch nicht an die engen Auflagen der Behörden gebunden“, so DRK-Vorstand Harald Krüger. „Wir hoffen, dass viele Menschen uns dabei helfen, die Kosten für diese dringend benötigte Einrichtung zu tragen.“ Auskunft gibt die DRK-Spendenbeauftragte Dirka Grießhaber unter Tel 76 60 92-66 oder per E-Mail d.griesshaber@drk-harburg. hamburg.
Auch ehrenamtliche Unterstützung wird gebraucht. Ansprechpartnerin ist Rosa Schlottau, die DRK-Koordinatorin für ehrenamtliche Sozialarbeit
(Tel 76 60 92-64, Mail R.Schlottau @drk-harburg.hamburg). 

Hamburger Spendenparlament
Das 1996 auf Initiative des damaligen Landespastors Stephan Reimers gegründete Hamburger Spendenparlament ist ein eingetragener Verein, der für soziale Aktivitäten in Hamburg Spenden sammelt. Über die Vergabe der Spenden wird in einem demokratischen Verfahren entschieden.Das Spendenparlament unterstützt soziale Aktivitäten vielfältiger Art. Gefördert werden vorrangig Projekte, die in Hamburg von Obdachlosigkeit, Armut und Isolation betroffenen Menschen helfen. Gefördert wurden zum Beispiel Kirchenkaten auf Hamburger Kirchengrundstücken, der Mitternachtsbus und eine Suppenküche für Obdachlose und Arme
Die Mitgliedschaft im Hamburger Spendenparlament kostet jährlich mindestens 60 Euro. Derzeit hat das Spendenparlament mehr als 3.400 Mitglieder.
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