Zwischen Lederpille und Filzkugel

Peter Kuhlmann (li.) in seinem Element. Foto: sport

Serie aus dem Harburger Fußballarchiv: Peter Kuhlmann – ein sportliches Leben bei Normannia, Rasensport und HTB

Von Waldemar Düse. Auch heutzutage wäre Peter Kuhlmann ein gesuchter Fußballer. Beidfüßig, technisch so gut, dass die schwere Lederpille immer sein Freund bleibt. Vielseitig eingesetzt, weil er sich offensichtlich schnell in neue Aufgaben hineindenken kann.
Im Sommer 1959 hat der von Trainer Walter Gülck eingeleitete Verjüngungsprozess endlich Früchte getragen, hat Rasensport nach dreijähriger Abwesenheit den Wiederaufstieg in Hamburgs höchste Spielklasse geschafft. Die Mannschaft vom Rabenstein hat damit in der harburgischen Fußball-Hierarchie wieder zum ewigen Ersten Harburger TB und zu Viktoria aufgeschlossen.

Außer im Tor spielt der vielseitige Kuhlmann überall

Der am 2. Juli 1940 geborene Kuhlmann ist als Neunjähriger von der Straße zum FC Normannia in die „Knaben“ gewechselt, als Elfjähriger zu Rasensport gekommen. Im Aufstiegssommer 1959 gehört der 1,81 Meter große, dabei nur 65 Kilo leichte „zähe Kämpfer“ zu den tragenden Säulen. Spezialität: Lange Pässe auf die Außenstürmer. Auch wenn der Versicherungsangestellte bekennt, „am besten gefällt es mir auf dem Außenläuferposten“ – heute mit dem defensiven Außenbahnspieler vergleichbar – schätzt Trainer Walter Gülck seine Vielseitigkeit. Außer im Tor wird er in allen Mannschaftsteilen eingesetzt.
Die Stammbesetzung Inselmann – Stuhlmacher, Jackstieß – Klaus Kuhlmann, Besemüller, Stegmann – Pöhler, Peter Kuhlmann, Quasbarth, Rehder, Pohla, ergänzt um Ersatzkeeper Tzteetsch sowie Schettle und Böttcher legt als Herbst-Meister eine fulminante Hinrunde hin, verpasst die Meisterschaft und einen weiteren Aufstieg dann aber um zwei Punkte. Zweitligist werden Rasensport und Peter Kuhlmann dann im Sommer 1964 durch den Aufstieg in die Regionalliga Nord. Nach dem sofortigen Wiederabstieg schließt sich der bekennende Richard-Wagner-Liebhaber und Staatsoper-Besucher noch für zwei Jahre dem HTB an.
Auch mit der wesentlich kleineren Filzkugel kann Peter Kuhlmann später sehr gut umgehen, allerdings „nur“ mit den Händen. 2010 legt der 70-jährige mit seinem Tennisclub Stelle noch einmal einen Regionalliga-Aufstieg hin. Im Jahr darauf wird er Harburger Meister im Doppel.
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