Ziellos an der Spree

Abends um zehn in Berlin: Mia Meyer am Ufer der Spree.

Die Kolumne von Mia Meyer.

Menschen wie überall in der Großstadt. Ein biss-chen hip, ein bisschen alternativ, ein bisschen von allem und ein Hauch von nichts. Wer ist es wirklich und wer gibt bloß vor, ein waschechter Berliner zu sein?
So richtig in der Hauptstadt bin ich zum ersten Mal. Zwar habe ich bei vorherigen Besuchen schon die Sehenswürdigkeiten abgeklappert, aber dieses Mal geht es mir um die eigentliche Fassade. Um halb zehn Uhr abends mache ich mich auf den Weg, alleine und ohne internetfähiges Handy. Das wurde mir schon in einer anderen Großstadt genommen. Viel Spaß an dieser Stelle, wünsche ich einem Hannoveraner, der hoffentlich immer noch an der PIN-Eingabe verzweifelt.
Ja, man kommt viel rum nach dem Abi.
Bedauernswerterweise habe ich auf meinen Erkundungstouren die Eigenschaft, einfach loszugehen, ohne Ziel vor Augen und ohne auf den Stadtplan zu schauen. Ich will schließlich nicht wie ein Touri rüberkommen. Ob man mir ansieht, dass ich nicht von hier bin?
Nach fast einer Stunde lasse ich meine Tarnung auffliegen. Ich muss mich geschlagen geben, denn zwischen Bundestag und Brandenburger Tor verlor ich letztendlich doch die Orientierung.

Mia Meyer (18) ist Abiturientin des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe (Internet http://www.rc-suederelbe.de). Im nächsten Jahr wird sie ein Studium beginnen. Was sie in ihrer Sportlerkarriere und in der Zeit vor dem Studienbeginn alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
24
Dagmar Capell aus Harburg | 15.07.2012 | 11:14  
-11
Henrik Friske aus Heimfeld | 16.07.2012 | 20:01  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.