Zeit der „Grüppchenbildung“ ist vorbei

Gerrit Weßeloh (Mitte) – neunfacher Torschütze der vergangenen Saison – ist beim TSV Neuland immer noch dabei. Foto: Düse

Fast wäre der Bezirksligist TSV Neuland abgestiegen, nun wird am Deich mehr auf mannschaftliche Geschlossenheit geachtet

Von Waldemar Düse. Zehn Wochen Sommerpause mussten schon sein, um die Wunden der vergangenen Saison ausheilen zu können. Wer, wie der TSV Neuland, erst am letzten Spieltag und nur hauchdünn eine völlig missratene Spielzeit mit dem Klassenerhalt der Bezirksliga Süd gerettet hat, behält tiefe Narben.
„In dieser Liga kann man sich keine Nachlässigkeiten erlauben“, sagt Neulands 1. Vorsitzender Horst Meyer. Eine Aussage, die für ihn Rückblick und Ausblick zugleich ist. „Die Südstaffel in ihrer neuen Zusammensetzung halte ich für die spielerisch stärkste aller Bezirksligen.“ Dass es beinahe schief gegangen wäre, habe seinen Grund darin gehabt, „dass es in der Mannschaft nicht gestimmt und es eine Grüppchenbildung gegeben hat“, so Meyer.
Vor dem Saisonstart, der ersten Pokalrunde beim Kreisligisten Teutonia 10 an der Max-Brauer-Allee in Altona, verbreitet Meyer kontrollierten Optimismus. „Man hat schon in den letzten beiden Spielen der vergangenen Saison den guten Charakter der Mannschaft erkennen können“, ist er sich sicher. „Und es hat sich viel geändert.“

Optimismus nach den Vorbereitungsspielen

Vor allem in der Zusammensetzung des Kaders. Ishmael Brown (Nikola Tesla), Taner Akkya und Arif Dokur (beide St.Pauli III) haben den Klub verlassen ebenso wie Keeper Pascal Mahncke (FC Türkiye). An den Neuländer Elbdeich gekommen sind Torhüter Malte Zeyns (Grün-Weiss), Pierre Baptista (Teutonia 05), Cenk Durmaz (Welat), Torben Adamczik (Viktoria), Kevin Deutschländer (HSC) und Mamadou Veloso, Timo Schubert (Finkenwerder) sowie zwei Akteure aus der Zweiten Mannschaft.
Auf Trainer Thomas Kurt wartet also eine Menge Arbeit. „Ich habe ein gutes Gefühl, gerade unser Auftreten in den Vorbereitungsspielen macht mich sehr optimistisch“, sagt Meyer. Bei aller Vorsicht, denn Vorbereitung sei eben nur Vorbereitung. Ganz anders werde die Welt zum Punktspielstart in einer Woche aussehen. Dann gastiert am Deich gleich der SV Wilhelmsburg, den viele auf ihren Meister-Tippzetteln ganz oben stehen haben.
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