„Zeichen setzen“

Sie lassen sich von den Querelen der ersten Mannschaft nicht beeindrucken: Das Team des SV Wilhelmsburg II spielt in der Kreisliga eine gute Rolle. Foto: köse

Fußball-Bezirksliga Süd: SV Wilhelmsburg sucht sein Potenzial

Von Waldemar Düse. Von Potenzial war bereits häufig die Rede, als sich 2003 drei Klubs der Elbinsel zum SV Wilhelmsburg zusammen schlossen. In der Realität sah das oft anders aus. Vom Potenzial war auch die Rede, nachdem Michael von Trzebiatowski vor zwei Wochen als Trainer der Ligamannschaft in der Fußball-Bezirksliga Süd zurückgetreten war. Er habe „ein Zeichen setzen wollen, damit sich bei dem einen oder anderen Spieler die Einstellung“ ändere, hatte neben „privaten“ einer der Gründe für seine Entscheidung gelautet. Und er glaube „in dem Team steckt mehr Potenzial, als zuletzt abgerufen wurde“.
Abgerufen wurden im ersten Saisondrittel drei Siege, drei Unentschieden und drei Niederlagen. Zehn Punkte und Rang zehn sind sicherlich weit weniger als das, was sowohl von Trzebiatowski als auch der frühere Co-Trainer und sein Nachfolger René Dau als möglich ansehen. Von der Landesliga ist schon länger keine Rede mehr. Am heutigen Sonnabend, 8. Oktober, um 15.15 Uhr muss der SVW beim BSV Buxtehude antreten.
Von den internen Schwierigkeiten im Ligakader profitiert die zweite Mannschaft der Wilhelmsburger, die in der Kreisliga 1 eine überraschend gute Rolle spielt. Zu der jungen Mannschaft sind auch Akteure gestoßen – wie etwa Tim Nowotny – die zuletzt nicht mehr in der Bezirksligamannschaft spielen wollten. Das Team von Trainer Hans-Jürgen Fischer gehört zur vier Mannschaften umfassenden Verfolgergruppe des Spitzenreiters Este 06/70 II. Und Fischer vertritt das Potenzial seines Kaders auch offensiv nach außen: „Wir wollen oben mitspielen“, sagte er nach dem 7:0-Kantersieg gegen Dersimspor II.
Ähnliches scheint in dieser Saison auch für den Nachbarn FC Türkiye II zu gelten. Auch an der Landesgrenze ist die zweite Garnitur in den vergangenen Jahren regelmäßig daran gescheitert, ihr Potenzial auch auf den Grand oder Rasen zu bringen. Noch in der vergangenen Saison hechelte die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt bereits acht Punkte hinter dem späteren Meister Finkenwerder hinterher.
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