Wird ein Oberliga-Platz für Kosova frei?

In der Oberliga wird Ingo Brussolo noch weniger Zeit für seine journalistischen Ambitionen haben. Foto: Düse

Nach dem Verzicht des SC Poppenbüttel könnte den Wilhelmsburgern Platz zwei reichen

Von Waldemar Düse. Die Fußball-Landesliga Hansa bleibt sich in der noch drei Wochen laufenden Saison bis zum Ende treu. Spötter würden spotten: bis zu ihrem bitteren Ende. An ihrem Beginn hatte ein wochenlanges sportjuristisches Gezerre um die gemeinsame Eingruppierung von Nikola Tesla und Kosova gestanden. Zwischendurch war der Spielbetrieb mit allerlei Sportgerichtsverhandlungen und Spielumwertungen garniert worden.
Nach dem Verzicht des wahrscheinlichen Meisters SC Poppenbüttel auf sein Oberliga-Aufstiegsrecht droht auch ein unappetitliches Ende. „Anrecht auf weitere, in der Oberliga Hamburg freiwerdende Plätze haben die jeweiligen nächstplatzierten Mannschaften“, sagen die Durchführungsbestimmungen des Hamburger Fußballverbandes für einen solchen Fall. Aber eine ausdrückliche Regelung für den Fall eines Aufstiegsverzichts des Meisters gibt es nicht. Aber der Reihe nach.

„Noch sind wir nicht drin“, mahnt Ingo Brussolo

Nächstplatzierte Mannschaft ist momentan der Tabellenzweite Klub Kosova. Die Wilhelmsburger könnten mit dem Aufstieg einer ohnehin schon unerwartet kalorienreichen Saison damit noch das Sahnehäubchen aufsetzen. „Noch sind wir nicht drin“, mahnt allerdings Ingo Brussolo aus dem Trainerteam Kosovas. „Wir hatten gerade in jüngster Vergangenheit viel Glück.“
Mit einem Heimsieg gegen den SC Schwarzenbek gestern Abend (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) könnte Kosova nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz verdrängt werden. „Das wird dann nochmal eine ganz neue Erfahrung für uns alle“, blickt zumindest Brussolo Hamburgs höchster Spielklasse mit einer Mischung aus Vorfreude und gehörigem Respekt entgegen. „Machen wir uns nichts vor. Mit unserem Kader konnten wir in der Landesliga eine gute Rolle spielen, aber die Oberliga ist eine ganz andere Nummer. Allein der erhöhte Trainingsaufwand wäre ein Problem, einige unserer Akteure kommen aus dem Hamburger Umland.“
Aber auch eine andere Entscheidung des Spielausschusses über die Vergabe des oder der Aufstiegsplätze in Hamburgs höchste Spielklasse wäre denkbar. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich ein erneutes sportjuristisches Gezerre – diesmal um den oder die möglichen Oberliga-Aufsteiger – auszumalen. Egal, welche Entscheidung der Spielausschuss treffen wird.
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