„Wir leben noch!“

Der Moment der Entscheidung: Finkenwerders Helge Körs trifft aus kurzer Entfernung per Kopf zum 1:0; Kurdistans Keeper Mohamad Zeinou ist machtlos. Foto: rp

Fußball: TuS Finkenwerder muss in der Bezirksliga um den Klassenerhalt kämpfen

RAINER PONIK, HAMBURG-SÜD

Im letzten Jahr verspielten die Bezirksligakicker des TuS Finkenwerder erst am letzten Spieltag den möglichen Aufstieg in die Landesliga – fast ein Jahr später kämpfen die Grün-Weißen gegen den drohenden Abstieg in die Kreisliga.
„Natürlich haben uns im letzten Jahr einige Leistungsträger verlassen, aber dass wir so tief in den Abstiegssumpf geraten, war trotzdem nicht zu erwarten“, sagt Trainer Denis Zepcan, der gemeinsam mit seinem Bruder Silvio trotz der prekären Lage in Finkenwerder als Trainer unumstritten ist.
Neben dem Verlust von Stammspielern wie Daniel Schröder (Estebrügge), Gerrit Siegismund (BSV Buxtehude) und Kerem Bayrak (Inter Hamburg) machten dem TuS auch die verletzungsbedingten Ausfällé von Erik Rolf und Freddy Gloeden zu schaffen.
„Zudem haben wir in vielen Spielen unnötig Punkte liegen gelassen“, verweist Denis Zepcan auf viele knappe Niederlagen, die das durch einige talentierte Nachwuchsspieler verjüngte Team des TuS Finkenwerder auf einen Abstiegsplatz abstürzen ließen.
„Zwei Standardsituationen haben uns gerettet“
Kein Wunder also, dass das Auswärtsspiel gegen den Abstiegskonkurrenten Kurdistan Welat am Osterwochenende unbedingt gewonnen werden musste. Lange Zeit sah es allerdings so aus, als sollte das chancenarme Spiel mit einer Punkteteilung zuende gehen. In der Schlussphase hatten die Gäste aber doch noch Grund zum Jubeln. „Zwei Standardsituationen haben uns gerettet“, atmete Denis Zepcan nach dem Abpfiff tief durch. Nach einem weiten Einwurf von Kai Vollpott wuchtete Claas Rehder den Ball zunächst per Kopf gegen die Latte, bevor Helge Körs nachsetzte und den Abpraller zum 1:0 über die Linie drückte.
Wenig später kam Claas Rehder aber auch noch zu seinem Treffer. Nach einem Freistoß von Steven Schmelter sorgte er – ebenfalls per Kopf – für die endgültige Entscheidung.
„Hurra, wir leben noch!“, freute sich Denis Zepcan mächtig darüber, dass der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz von fünf auf nur noch zwei Punkte verkürzt werden konnte. In den letzten sechs Saisonspielen will der TuS sich mit aller Macht den Klassenerhalt erkämpfen. „Wir haben immer noch viele erfahrene Spieler in unseren Reihen und ziehen alle am gleichen Strang“, ist Denis Zepcan stolz darauf, dass der Zusammenhalt im Team trotz der ungewohnten Situation nicht bröckelt.
Am morgigen Sonntag, 23. April, (15 Uhr, Neuländer Elbdeich) steht die Mannschaft im Auswärtsspiel beim TSV Neuland trotzdem vor einer schwierigen Aufgabe, denn seitdem Ingo Brussolo dort Thomas Kurt als Trainer ablöste, hat der TSV kein Heimspiel mehr verloren.
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