Will Finkenwerder nicht aufsteigen?

Trainer in Finkenwerder: Dennis Zepcan steht am Fähranleger und bleibt Realist.

Fußball: Tabellenführer der Bezirksliga bleibt realistisch.

Von Waldemar Düse. Seit zehn Jahren ist Dennis Zepcan in irgendeiner Funktion im TuS Finkenwerder tätig. Darüber hinaus noch gebürtiger Einheimischer. Wenn also einer so etwas raushauen darf, dann er.
„Eigentlich ist Finkenwerder kein Landesliga-Standort“, sagt der, der mit seinem Bruder Silvio an der Seite seit Saisonbeginn mit den Ligafußballern die Bezirksliga Süd aufmischt.
Aber selbst nach einem erneuten Aufstieg blieben die Fußballer in dem großen Breitensportverein nur eine von 20 Sparten. Im Gegensatz zu anderen Klubs gibt es bei der Verteilung der Gelder keinen Vorrang für die Kicker. Hohe fünfstellige Etats gehören hier im Gegensatz zu Klubs, die nur aus einer oder zwei Fußballmannschaften bestehen, ins Reich der Träume.
Zwölf Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage und mit 37 Punkten die Tabellenführung – so lautet dennoch die imponierende Bilanz vor dem Duell gegen Dersimspor. Die Harburger rangieren mit fünf Zählern Rückstand auf Rang zwei, einen weiteren Punkt dahinter der HTB.
Im Kampf um die Meisterschaft kann dieses Trio sich nach menschlichem Ermessen nur noch selbst in die Quere kommen. Wollten Zepcan & Zepcan anfangs nur „nicht einfach nur um die Goldene Ananas“ spielen, so könnte bald eine kleine Änderung der Ziele anstehen. Stichtag 1. Dezember. „Wenn wir dann immer noch da oben stehen, dann revidieren wir unsere Saisonziele“, so Zepcan. Soll heißen: Dann will man natürlich auch Meister werden.
Aber natürlich weiß auch Dennis Zepcan, dass das Fell des Bären nicht verteilt werden kann, bevor er erlegt ist. Und vor dem Verfolger Dersimspor, in diesem Fall der Bär, haben Zepcan und seine Mannschaft den nötigen Respekt. „Ein erfahrenes Team, das ziemlich verstärkt worden ist.“ Der letzte noch verbliebene Bezirksligist im Achtelfinale des Oddset-Pokals kommt mit dem Pfund von zuletzt sieben Siegen in Serie – davon sechs Zu-Null-Erfolgen – ins Uhlenhoff-Stadion.
Einen Traum will sich Zepcan aber nicht nehmen lassen: „Ein Kunstrasen wäre nicht schlecht.“ Der würde fehlendes Geld zwar nicht ersetzen, den derzeitigen Bezirksliga-Standort aber erheblich aufwerten.
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