Wilhelmsburg wird jünger

len Jahren Trainer der 1. Herren bei der SG Wilhelmsburg. Seinem neu formierten Team traut er einen Platz im oberen Mittelfeld zu. Foto: rp

Handball: Trainer Jens Petersen musste sein SGW-Team neu formieren

Von Rainer Ponik. Nachdem die Landesliga-Handballer der SG Wilhelmsburg in den vergangenen beiden Jahren nur knapp am Aufstieg in die Hamburg-Liga vorbeischrammten, müssen auf der Elbinsel in der Saison 2016/17 kleinere Brötchen gebacken werden. Trainer Jens Petersen steht vor der schwierigen Aufgabe, seine Mannschaft trotz eines großen personellen Umbruchs in der Spielklasse zu halten. Gleich acht zumeist erfahrene Spieler, darunter absolute Leistungsträger wie Tobias Borchers, Abwehrchef Malte Holst, Jacob Isenberg und Mannschaftskapitän Dustin Hielscher haben die SGW aus beruflichen oder privaten Gründen verlassen; acht überwiegend noch recht junge, talentierte Spieler sollen die Lücken schließen. Trotzdem glaubt Jens Petersen nicht an einen Abstiegskampf. „Die Jungs haben sogar das Zeug, einen Platz im oberen Mittelfeld zu erreichen“, ist der erfahrene Übungsleiter sicher.

„Unfassbar viele Chancen ausgelassen“, so Petersen

Zwei Routiniers sollen Führungsaufgaben übernehmen: Alexander Stein (Rückraummitte) und der abwehrstarke Björn Berger, der vorn am Kreis einsetzbar ist, wechselten von der HG Hamburg-Barmbek nach Wilhelmsburg. Auch die beiden Youngster Janes von Holten (21, kam von der HSG Bützfleth/Drochtersen) und Eigengewächs Fynn Petersen (21), der schon seit Jahren zum Team gehört, haben das Zeug, sich zu festen Größen im Team zu entwickeln.
Mit dem Start in die neue Spielzeit ist Jens Petersen „im Großen und Ganzen“ zufrieden. Nach einer 20:25-Niederlage gegen Hamburg-Ligaabsteiger Niendorf konnte die zweite Partie beim TSV Ellerbek 3 mit 23:21 gewonnen werden. Im Heimspiel gegen die HT Norderstedt wäre den Wilhelmsburgern fast der zweite Saisonsieg geglückt. „Die Abwehr stand gut, aber wir haben im Angriff leider unfassbar viele Chancen ausgelassen“, blickt Jens Petersen auf die Partie, in der die SGW über weite Strecken die bessere Mannschaft war, zurück. In der Schlussphase lagen die Gastgeber zwar mit 17:19 zurück, holten den Rückstand aber auf und hatten beim Stand von 21:21 Sekunden vor Schluss die Gelegenheit das Siegtor zu erzielen. Kurios: Als Alexander Stein zum Abschluss kommen wollte, wollte der Torschiedsrichter nach einem Foul einen Siebenmeter geben. Weil der Feldschiedsrichter aber zuvor einen Schrittfehler gesehen haben wollte, bekam der Gegner den Ball und es blieb bei einer Punkteteilung.
Am morgigen Sonntag, 9.10. (17.15 Uhr, Seminarstraße) muss die SGW nun beim TSV Uetersen antreten, der bislang die meisten Tore (102 in drei Spielen) erzielen konnte.
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