Wider Erwarten

Härtetest auf dem Beetzsee: Mia Meyer behauptete sich gegen starke Konkurrenz. Foto: pr

Die Kolumne von Mia Meyer.

Hab’ ich den Anschluss vielleicht verloren? Kann ich an die Leistung vom Vorjahr anknüpfen? Wie stark sind meine Gegner während der Wintersaison wirklich geworden? Fragen über Fragen, die mir auf dem Weg nach Brandenburg im Kopf herumschwirrten.
Auf dem Beetzsee fand am vergangenen Wochenende die erste offizielle Leistungsüberprüfung der Junioren statt, die schon einige wichtige Aussagen über den Verlauf der Saison mit sich bringt, da sich die Sportler hier ihrer Leistung nach einordnen und erste Mannschaftsboote gebildet werden.
Am Sonnabend hing der erfolgreiche Ablauf des Wochen-endes stark vom ersten Rennen ab, denn im Vorlauf sollte sich entscheiden, ob man sich in der besseren Hälfte der 17 bis 18-jährigen Juniorinnen behaupten kann und somit die Chance auf das Finale A bis C erhält. Dafür musste ich mindestens Dritte werden. Als diese Hürde überwunden war, fiel mir der erste große Stein vom Herzen, denn das bedeutete, dass ich den Anschluss nicht verloren hatte.
Im Zwischenlauf sollte ich anschließend Zweite werden, damit es für den Einzug in das A-Finale reicht. In meinem Lauf war auch die Weltmeisterin im Einer und deshalb war mir von vorne herein klar, dass es schwierig werden würde, mich an sie ranzuhängen und dabei niemand anderen vorbei zu lassen. Durch kräftigen Gegenwind war ich einer weiteren Gegnerin im Endspurt körperlich unterlegen und musste mich daher mit dem dritten Platz geschlagen geben. Etwas stolz war ich trotzdem, dass ich es wider Erwarten ins B-Finale geschafft hatte, denn darin wurde ich zwölfte von 37 Booten. Eine Leistung, die ich noch steigern will und kann und ein Sprungbrett in einen Vierer, der auf der Internationalen Juniorenregatta in München an den Start gehen wird.

Mia Meyer (17) geht in die zwölfte Klasse des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Harburg und ist Leistungssportlerin im Ruderclub Süderelbe (Internet http://www.rc-suederelbe.de). Was sie in ihrer Sportlerkarriere und auf dem Weg zum Abitur in diesem Jahr alles erlebt, steht in ihrer Kolumne im Wochenblatt zum Wochenende.
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